Zwischen Kronplatz und Marmolada: eine Rundtour durch das Herz der Dolomiten
Der Strèda dò Ruf de Antermont allein wäre die Anreise wert — sechs Kilometer Singletrail, die sich von der Pordoi-Region bis nach Canazei hinunterziehen. Aber diese Rundtour gibt sich nicht mit einem Highlight zufrieden. 242 Kilometer durch Fanes-Hochflächen, vorbei an Cinque Torri und Averau, hinauf auf 2.536 Meter mit Blick auf die Marmolada. Acht Lifte sind fester Bestandteil der Route und verlagern jede Etappe dorthin, wo die Dolomiten am intensivsten sind: auf den Trail, auf den Pass, auf den Grat. Die Infrastruktur arbeitet für dich, nicht gegen dich — und trotzdem fordern fünf Tage im Hochgebirge ihren Tribut. Schiebepassagen gehören dazu, S3-Schlüsselstellen verlangen Konzentration, und die Kondition muss über knapp 8.500 Eigenhöhenmeter reichen. Am Ende steht Bruneck wieder vor dir. Derselbe Ort, ein anderer Biker.
Diese Tour wurde zuletzt aktualisiert am:
Rundtour durch das Herz der Dolomiten - eine Tour ein Versprechen!
Diese Rundtour ist ein Gesamtpaket für alle, die die Dolomiten nicht in Ausschnitten erleben wollen, sondern als zusammenhängende Hochgebirgslandschaft. Fünf Etappen verbinden Bruneck, das Fanes-Gebiet, die Cinque Torri, das Marmolada-Massiv, die Sella Ronda und das Gadertal zu einem geschlossenen Kreis — mit acht zwingenden Liftfahrten, die den Fokus konsequent auf Abfahrten und Panorama verschieben. Das Konzept funktioniert: Statt sich die Höhenmeter in endlosen Forstweg-Anstiegen zu erarbeiten, startet man nach der Liftfahrt direkt in alpines Gelände. Der Kronplatz-Lift katapultiert dich am ersten Tag auf über 2.000 Meter, der Padon-Lift auf Etappe 3 öffnet den Zugang zum höchsten Punkt der Tour bei 2.536 Metern.
Trotzdem ist das keine Komfort-Tour. Rund 8.500 Höhenmeter bleiben aus eigener Kraft zu treten, verteilt auf Tage mit teils über zehn Stunden im Sattel. Schiebepassagen sind auf mehreren Etappen Teil der Route — nicht als Planungsfehler, sondern weil manche Übergänge in den Dolomiten schlicht nicht fahrbar sind. Wer das akzeptiert, bekommt dafür Zugänge zu Gelände, das von der Straße aus unsichtbar bleibt. Die Abfahrten bewegen sich überwiegend im S1- bis S2-Bereich, mit einzelnen S3-Schlüsselstellen. Fahrtechnisch braucht es solide Grundlagen, jedoch keine Enduro-Expertise.
Die ehrliche Schwäche: Der Trailanteil liegt bei rund 17 Prozent. Wer eine durchgehende Singletrail-Tour erwartet, wird enttäuscht. Zwischen den Highlight-Abfahrten liegt viel Schotter und Forstweg — die Verbindungsstücke zwischen den großen Momenten. Die Stärke der Tour liegt nicht im permanenten Trail-Flow, sondern in der Dichte der Dolomiten-Landschaft, die sich über fünf Tage aufbaut und am Ende einen Gesamteindruck hinterlässt, den einzelne Tagestouren nicht liefern können.
Alle Informationen zu dieser Mountainbike Tour:
Tour ID: 69282
Dolomiten MTB Rundtour durch das Herz der Dolomiten
Liftunterstützte Dolomiten-Rundtour für fitte Biker mit alpiner Erfahrung und S2-Sicherheit. Fanes, Averau, Marmolada und Sella Ronda in fünf Etappen — viel Schotter zwischen den Highlights, Schiebepassagen gehören dazu, aber die Liftinfrastruktur hält den Fokus auf Panorama und Abfahrten. Nicht geeignet für Einsteiger oder reine Trailfahrer.
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Tour Charakter
Die Tour richtet sich an fitte Alpinbiker mit Mehrtageserfahrung, die Liftinfrastruktur bewusst als Werkzeug einsetzen und sich auf langen Etappen im Hochgebirge sicher bewegen. Wer regelmäßig alpine Tagestouren mit 1.500 bis 2.000 Höhenmetern fährt und S2-Trails sicher beherrscht, findet hier die passende Herausforderung. Reine Trailfahrer, die durchgehenden Singletrail-Flow erwarten, werden von den langen Schotter- und Forstwegpassagen enttäuscht sein. Für Einsteiger oder Fahrer ohne Hochgebirgserfahrung ist die Route bedingt geeignet — die Kombination aus Höhenlage, Schiebepassagen und längeren Tagesetappen erfordert Erfahrung und realistische Selbsteinschätzung.
Fahrtechnisch bewegen sich die Abfahrten überwiegend im S1- bis S2-Bereich. S3-Schlüsselstellen sind auf einzelne Passagen konzentriert. Eine S4-Stelle auf Etappe 2 ist als Schiebepassage bergab dokumentiert. Wer S2 sicher fährt und bei S3 absteigen kann, kommt durch.
Im Uphill bleiben trotz acht Liftfahrten rund 8.500 Höhenmeter aus eigener Kraft — im Schnitt 1.700 Höhenmeter pro Tag. Das ist anspruchsvoll, aber durch die Liftunterstützung weit entfernt von der Extrembelastung. Kürzere Schiebepassagen sind dennoch Teil mehrerer Etappen und gehört zum Charakter dieser Tour.
Die Tour ist mit dem E-Bike fahrbar. Die Liftinfrastruktur kommt auch E-Bikes entgegen, aber die verbleibenden Schiebepassagen machen den Gewichtsnachteil spürbar.
Die Liftunterstützung ist kein optionales Add-on, sondern fester Bestandteil der Routenplanung. Alle acht Lifte sind zwingend — ohne sie funktioniert die Tour in der geplanten Form nicht. Die Rundtour muss nicht in Bruneck beginnen. Bruneck ist in der Regel logistisch für die meisten Biker am besten erreichbar. Grundsätzlich muss bei Bike-Touren in den Dolomiten beachten werden, dass es während der Hochsaison neben sehr vielen Wanderern und Bikern eine sehr hohe Hotel- und Hüttenauslastung gibt. Besonders im August. Es ist daher sehr empfehlenswert, so früh wie möglich die Unterkünfte zu buchen.
Etappen Details
1. Etappe:
Von Bruneck (834 m) zur Lavarella Hütte (2.043 m)
44 km
1.536 hm (+1.310 hm hm Lift)
1.639 tm
Der Kronplatz-Lift erledigt den ersten großen Anstieg und setzt dich direkt ins alpine Panorama. Von oben wartet der Gassl Trail. Danach wechselt der Charakter: Das Fanesgebiet empfängt dich mit Hochflächen, Stille und dem langen Zustieg zur Lavarella Hütte auf dem Dolomiten-Höhenweg Nr. 1. Der Abend auf über 2.000 Metern gehört dir.
2. Etappe:
Von Lavarella Hütte (2.043 m) nach Pescul (1.415 m)
45 km
-358.005 hm (+360 hm hm Lift)
2.617 tm
Vom Fanes-Hochplateau geht es durch alpines Gelände Richtung Süden — Pässe im Stakkato. Valparola, Falzarego, Forcella Nuvolau: drei Übergänge, die das Herz der westlichen Dolomiten aufreißen. Der 5-Torri-Lift hebt dich ins Averau-Umfeld auf 2.397 Meter, den höchsten Punkt dieser Etappe. Die anschließende Abfahrt zieht sich über zehn Kilometer ins Tal.
3. Etappe:
Von Pescul (1.415 m) nach Canazei (1.466 m)
44 km
1.242 hm (+1.740 hm hm Lift)
2.922 tm
Die Königsetappe. Drei Lifte, der höchste Punkt der Tour bei 2.538 Metern, Marmolada-Panorama und am Ende sechs Kilometer Singletrail nach Canazei. Lifte sparen die steilen Programmpunkte. Dennoch bleibt genug Gelände, das dich fordert — Schiebepassagen inklusive. Der Strèda dò Ruf de Antermont als Tagesabschluss ist die Belohnung, die dieser Tag verdient.
4. Etappe:
Von Canazei (1.466 m) nach Corvara (1.521 m)
50 km
1.569 hm (+1.040 hm hm Lift)
2.548 tm
Die Sella Ronda gibt den Rahmen, der Monte-Seura-Lift den Einstieg. Diese Etappe lebt weniger von technischen Trails als von langen Schotteranstiegen, weiten Hochflächen und dem stetigen Wechsel zwischen Grödner Tal, Sellagebiet und Gadertal. Das Grödner Joch markiert den Wendepunkt, danach rollt die lange Abfahrt Richtung Corvara.
5. Etappe:
Von Corvara (1.521 m) nach Bruneck (834 m)
61 km
1.845 hm (+1.025 hm hm Lift)
3.557 tm
Zwei Lifte, der Kreis schließt sich. Der Arlara-Lift hebt dich auf den ersten Höhenrücken, die Strada Surega führt auf fünf Kilometern wieder hinunter. Der Lift bringt dich auf den Tageshöhepunkt bei 2.031 Metern. Traum-Kulisse zum Abschluss. Die letzten Kilometer rollen durch das Gadertal zurück nach Bruneck — flacher, asphaltlastiger, aber mit dem Wissen, dass hinter dir fünf Tage Dolomiten liegen.
E-MTB
Diese Tour ist mit einem E-Mountainbike fahrbar.
Unsere Mountainbike Touren führen größtenteils durch (hoch-)alpines Gelände. Dementsprechend sind sie mehr oder weniger fahrtechnisch und konditionell anspruchsvoll oder führen durch ausgesetztes oder abschüssiges Terrain. Erfahrungen in alpinem Gelände, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, entsprechende Vorsicht und Fahrtechnik sind hier zwingend notwendig. Du kannst dich sonst in Lebensgefahr bringen! Wir bewerten unsere Touren mit dem Ride With Love Enduro Score um dir eine Orientierung bzgl. der Anforderungen der Tour zu geben. Informiere dich bitte ebenfalls im Vorfeld deiner Tour über mögliche Mountainbike Verbote auf dieser Strecke. Schreib uns gerne eine Nachricht, wenn du dir unsicher bist, ob eine Tour deinem Fahrtechnik- oder Konditions-Level entspricht. Im Zweifel solltest diese Tour vermeiden. Weiter gilt für jede Tour unser Haftungsausschluss.
Bilder
Dolomiten MTB Rundtour durch das Herz der Dolomiten: Zusatzinformationen
Die acht Liftfahrten dieser Rundtour sind nicht optional — sie sind fester Bestandteil der Route. Ohne Liftkarte funktioniert die Tour nicht in der geplanten Form. Die wirtschaftlichste Lösung ist die Dolomiti Supersummer Card im Wahlabo "5 auf 7": Fünf Lifttage innerhalb eines Sieben-Tage-Fensters, Bike-Transport inklusive. Das Wahlabo gibt Spielraum für einen Ruhetag oder Wetterverschiebung, ohne dass Lifttage verfallen. Die Karte deckt alle auf der Route liegenden Anlagen ab — vom Kronplatz über den Padon bis zum La-Crusc-Doppellift. Der Kauf sollte vorab online erfolgen, nicht erst an der Talstation. In der Hochsaison kann es an einzelnen Liften zu Wartezeiten kommen, besonders am Kronplatz und an der Sella Ronda. Wer die erste Fahrt am Morgen nimmt, hat die Kabine meist noch für sich.
Unterkünfte und Hochsaison: Warum früh buchen Pflicht ist
Die Dolomiten sind kein Geheimtipp. Insbesondere zwischen Mitte Juli und Mitte September teilen sich Wanderer, Mountainbiker, Kletterer und Tagesgäste dieselbe Infrastruktur — und dieselben Betten. Hütten wie die Lavarella haben begrenzte Kapazitäten und sind in der Hochsaison Wochen im Voraus ausgebucht. Auch die Talunterkünfte in Pescul, Canazei und Corvara sind kein Selbstläufer. Die klare Empfehlung: Unterkünfte so früh wie möglich buchen, idealerweise drei bis vier Monate vor Tourstart. Wer im August fahren will, sollte noch früher dran sein. Flexibilität beim Starttermin hilft — die letzte Juniwoche oder die erste Septemberwoche bieten oft dieselben Bedingungen bei deutlich weniger Andrang. Auf den Trails macht sich das direkt bemerkbar.
Startort und Anreise: Bruneck als Basis — aber kein Pflichtstart
Bruneck liegt im Pustertal und ist per Bahn, Bus oder Auto gut erreichbar — über die Brennerautobahn aus dem Norden, über Lienz aus dem Osten. Der Bahnhof ist an das Südtiroler Regionalnetz angebunden, und Bikeverladung im Zug ist auf den meisten Verbindungen möglich. Das macht Bruneck zum logistisch naheliegendsten Start- und Zielort dieser Rundtour.
Aber Pflicht ist das nicht. Die Route ist ein geschlossener Kreis, und jeder Etappenort funktioniert als Einstiegspunkt. Wer aus Richtung Süden anreist, kann in Canazei oder Corvara starten. Wer bereits im Gadertal Urlaub macht, rollt von Corvara los. Entscheidend ist nur, dass die Etappenfolge erhalten bleibt und die Liftkarte zum gewählten Starttermin gültig ist. Die Reihenfolge der Etappen ist auf die Liftöffnungszeiten und die Tageslogistik abgestimmt — wer sie dreht, sollte prüfen, ob die Lifte in Gegenrichtung denselben Zugang bieten.
Dolomiten-Geologie: Warum diese Berge anders aussehen
Die Dolomiten sehen aus, wie kein anderes Gebirge der Alpen. Die hellen, fast weißen Felswände, die senkrecht aus grünen Almwiesen aufschießen, bestehen aus Dolomitgestein — einem Kalzium-Magnesium-Karbonat, das seinen Namen dem französischen Geologen Déodat de Dolomieu verdankt, der das Gestein Ende des 18. Jahrhunderts erstmals beschrieb. Was heute als Felsmassiv auf über 2.000 Metern steht, lag vor 250 Millionen Jahren als Korallenriff unter einem tropischen Flachmeer. Die Plattentektonik hob die ehemaligen Riffe in die Höhe, Erosion formte die Türme, Wände und Scharten, die diese Tour prägen — von den Cinque Torri über den Averau bis zur Marmolada-Südwand.
Seit 2009 gehören die Dolomiten zum UNESCO-Weltnaturerbe. Die Auszeichnung gilt explizit der geologischen Bedeutung und der landschaftlichen Schönheit. Auf dieser Rundtour durchquert man mit dem Fanes-Gebiet, dem Averau-Massiv und der Marmolada-Region mehrere Kernzonen des Welterbegebiets. Der Dolomites World Heritage Geotrail, der auf Etappe 2 und 3 die Route kreuzt, macht die Erdgeschichte unterwegs greifbar — sofern man zwischen den Schiebepassagen noch einen Blick für Infotafeln übrig hat.
Wetter und Saison: Wann fahren, worauf achten
Das Zeitfenster für diese Tour liegt zwischen Ende Juni und Ende September — abhängig von Schneeresten in den Hochlagen und den Betriebszeiten der Lifte. Der höchste Punkt bei 2.538 Metern kann bis in den Juli hinein Altschneefelder aufweisen. Die stabilsten Verhältnisse bieten erfahrungsgemäß die zweite Julihälfte und der frühe September.
Das größte Wetterrisiko in den Dolomiten sind Sommergewitter. Sie bauen sich typischerweise ab dem frühen Nachmittag auf, oft schnell und heftig. Auf exponierten Graten und Pässen oberhalb von 2.000 Metern — und davon hat diese Tour mehrere — bedeutet das: Frühstart, Wetterentwicklung beobachten, im Zweifel abwarten. Die Lifte können bei Gewitter den Betrieb einstellen, was die Tagesplanung empfindlich stört. Ein Blick auf den Wetterbericht am Vorabend und am Morgen sollte zur Routine gehören. Regenjacke, Arm- und Beinlinge sowie eine leichte Isolationsschicht gehören in den Rucksack — auch wenn der Morgen wolkenlos startet. Die Temperaturunterschiede zwischen Tal und Pass können zwanzig Grad betragen.
Sella Ronda per MTB: Einordnung und Kontext
Die MTB Sella Ronda ist eine der bekanntesten Mountainbike-Runden der Dolomiten — eine liftunterstützte Umrundung des Sella-Massivs, die als Tagestour konzipiert ist und je nach Richtung unterschiedliche Trail-Schwerpunkte setzt. Diese Rundtour integriert Abschnitte der Sella Ronda auf den Etappen 3 und 4, nutzt sie aber nicht als eigenständige Runde, sondern als Teilstücke einer größeren Traverse.
Leistungen
Du erhältst bei deinem Kauf für jede Etappe sowie für die Gesamtroute jeweils eine GPS-Datei im .gpx Format. Zusätzlich ein digitales Roadbook im .pdf Format. Alle Dateien sind sofort nach deinem Kauf als zip-Datei downloadbar. Ein Beispiel des digitalen Roadbooks kannst du hier ansehen. Alle im Preis enthaltenen Leistungen findest du auch auf unserer Leistungsübersicht.
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Unser Versprechen
Nichts ist schöner als eine unvergessliche Mountainbike Tour in atemberaubender Natur und auf feinsten Enduro Trails! Dieses Erlebnis möchten wir dir mit unseren Touren bieten. Deshalb stehen wir dir jederzeit bei Fragen, Wünschen, Problemen, Tipps u.v.m. zur Verfügung. Oder unterstützen dich mit Tipps, Rat und Informationen auch während deiner bei uns gekauften Tour. Versprochen! Hier findest du weitere Informationen über uns.
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