Bernina Express: Wenn du Pässe und echte Trails willst, ist diese Runde dein Ding

Was diese Rundtour so stark macht, ist nicht nur ihre Kulisse. Es ist ihre Dramaturgie. Gleich am Anfang fordert sie saubere Beine und einen klaren Kopf, später schiebt sie dir mit Chaschauna, Alp Grüm und San Romerio drei komplett unterschiedliche Alpenbilder hintereinander ins Blickfeld. Danach wird es nicht leichter, sondern spezieller. Die Bahnfahrt zurück hinauf zum Berninapass und der Bus aufs Stilfser Joch sind hier keine Fremdkörper, sondern Teil der Tourenlogik: Sie halten die Runde hochalpin, ohne sie mit zähen Talverbindern zu verwässern. Genau deshalb fühlt sich diese Route so konzentriert an. Jeder Tag hat einen eigenen Charakter. Mal geht es um lange Naturabfahrten, mal um einen brutalen Anstieg, mal um einen historischen Pass, der mehr Monument als Wegpunkt ist. Und dann ist da noch das Finale: erst die Höhe, dann der Goldsee-Auftakt, dann der BimBam-Trail. Spätestens dort merkst du, dass diese Runde nicht gebaut wurde, um möglichst bequem zu sein. Sondern um dir das Gefühl zu geben, wirklich durch einen zusammenhängenden Alpenraum gefahren zu sein.

Alle Informationen zu dieser Mountainbike Tour:

Bernina Express: Mountainbike Tour in 6 Etappen über den Berninapass
Tour ID: 68998
Bernina Express Mountainbike Tour in 6 Etappen

Von Sta. Maria (CH) nach Sta. Maria (CH)

Stilfser Joch | Vinschgau
mittel (S2)MTB Touren Höhenmetersehr anspruchsvoll
MTB Touren Etappen 6 Etappen MTB Touren Distanz 287 kmMTB Touren Höhenmeter9.334 hm MTB Touren Tiefenmeter 11.963 tm
Bernina Express: Mountainbike Tour in 6 Etappen über den Berninapass - Höhenprofil
Diese Runde passt zu Bikern, die in Mehrtagestouren nicht nur Kilometer sammeln wollen, sondern starke alpine Tage suchen. Du solltest lange Anstiege mögen, mit mehreren Stunden im Sattel locker umgehen können und auf Naturtrails sicher unterwegs sein. Wer möglichst viel Shuttle oder eine soft gespülte Komfort-Mehrtagestour sucht, wird hier nicht glücklich. Die Stärken liegen woanders: in den Landschaftswechseln, in den markanten Übergängen und in einigen wenigen, dafür wirklich starken Trail-Highlights. Schwächen hat die Tour trotzdem. Nicht jeder Tag liefert denselben Trail-Fokus, und die Logistik mit der Rhätischen Bahn will bewusst eingeplant werden. Genau das macht sie am Ende aber auch besonders. Diese Runde wirkt nicht geschniegelt, sondern echt. Wenn du nach sechs Tagen wieder unten im Val Müstair stehst, bleibt nicht nur die Erinnerung an einzelne Abfahrten. Es bleibt dieses satte Gefühl, einen ganzen Alpenbogen aus eigener Kraft umrundet zu haben.
Preise & Leistungen
7,00 €
  • GPX Tracks für alle Etappen
  • Roadbook im PDF Format
  • Übernachtungsempfehlungen
  • Packliste im PDF Format

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Tour Charakter
Funktional betrachtet ist das eine konditionell sehr harte, fahrtechnisch aber kontrollierbare Hochgebirgsrunde für erfahrene Mehrtagesbiker. Alle sechs Etappen sind uphill als sehr anspruchsvoll eingestuft. Das ist keine Schönfärberei, sondern die nüchterne Wahrheit der Zahlen. Kaum ein echter Entlastungstag und mehrere lange Hauptanstiege gleich zu Beginn eines Etappentages. Auch wer fit ist, sollte die Belastung über sechs Tage nicht unterschätzen.

Downhill bleibt die Runde meist in einem Bereich, den viele gute Alpencross-Biker sauber fahren können. Der Grundcharakter liegt sinngemäß bei naturbelassenen S1- bis S2-Trails: enge Wege, loses Material, Stufen, steilere Passagen, aber kaum Stellen, an denen die Route systematisch ins Grobe kippt. Ausnahmen gibt es punktuell, etwa am Pass da Val Viola oder im oberen Bereich des BimBam-Trails. Das sind keine Monstersektionen, aber genug, um fahrtechnisch wach zu bleiben. Wer auf verblocktem Naturuntergrund nicht ruhig bleibt, verschenkt hier Kraft und Sicherheit.

Schiebe- und Tragepassagen sind vorhanden, aber für eine so alpine Runde erfreulich überschaubar. Insgesamt summieren sie sich auf rund 4,3 Kilometer und 542 Höhenmeter. Kritisch ist dabei weniger die absolute Länge als der Moment, in dem sie kommen: meist in hohen, exponierten Bereichen, also genau dort, wo Wind, Wetter und Müdigkeit stärker ins Gewicht fallen. Alpine Erfahrung ist deshalb klar sinnvoll. Du musst nicht Alpinist sein, aber du solltest mit Wetterwechseln, Höhe und der Eigenlogik abgelegener Passagen umgehen können.

Fürs E-MTB ist die Runde grundsätzlich machbar, aber nur mit sehr sauberer Planung. Die Etappen sind lang, die Anstiege teilweise brutal, und nicht jede Tageslogik lädt zu sorgloser Reichweitenrechnung ein. Wer elektrisch fährt, sollte mit großer Akkukapazität oder Zusatzakku planen und Ladefenster unterwegs realistisch prüfen.

Optional kann auf Etappe 5 in Trafoi ein Lift rund 600 Höhenmeter sparen.
Etappen Details
1. Etappe:

Von Santa Maria nach Livigno

MTB Touren Distanz

52 km

MTB Touren Höhenmeter

1.931 hm

MTB Touren Tiefenmeter

1.501 tm

Der Auftakt nach Livigno ist direkt ein echter Arbeitstag. Der lange erste Anstieg setzt den Ton, danach wird die Etappe mit Fuorcla del Gal zum ersten Mal richtig alpin. Zum Schluss führt ein flowiger Spaßtrail über Passo Trela runter nach Livigno.

2. Etappe:

Von Livigno nach Morteratsch

MTB Touren Distanz

52 km

MTB Touren Höhenmeter

1.365 hm

MTB Touren Tiefenmeter

1.276 tm

Diese Etappe hat einen klaren Star: den Übergang am Pass Chaschauna. Der Anstieg ist fordernd, der folgende Trail macht den Tag aber zu einem der rundesten der ganzen Tour. Lange Abfahrt, viel Rhythmus, viel Landschaft. Morteratsch mit seiner Gletscherkulisse gibt dem Finale dann noch einmal einen ganz anderen Ton.

3. Etappe:

Von Morteratsch nach Tirano

MTB Touren Distanz

52 km

MTB Touren Höhenmeter

1.625 hm

MTB Touren Tiefenmeter

3.092 tm

Von Morteratsch nach Tirano kippt die Landschaft komplett. Erst öffnet sich mit Alp Grüm einer der großen Aussichtsbalkone der Bernina-Region, dann bringt San Romerio plötzlich mediterranen Süden. Das ist kein Tag der kompakten Trail-Cluster, sondern einer der großen Raumwechsel und langen Abfahrten.

4. Etappe:

Von Tirano nach Bormio

MTB Touren Distanz

47 km

MTB Touren Höhenmeter

1.245 hm (+2.105 hm hm Lift)

MTB Touren Tiefenmeter

2.516 tm

Formal startet die Etappe in Tirano, fahrerisch beginnt sie oben am Berninapass. Genau dort wird sie zu einem der technisch spannendsten Tage der Runde. Die Etape bündelt mehrere Trailabschnitte, dazu kommt eine kurze, echte Schlüsselstelle. Wer an diesem Tag sauber fährt, erlebt die Tour in ihrer wildesten und konzentriertesten Form.

5. Etappe:

Von Bormio zum Stilfser Joch

MTB Touren Distanz

33 km

MTB Touren Höhenmeter

2.032 hm

MTB Touren Tiefenmeter

520 tm

Der Tag auf das Stilfser Joch lebt von seiner Uphill-Wucht. Der Trail ab der Bocchetta di Forcola bleibt das einzige Trail-Highlight der Etappe. Das Ziel bleibt aber das Stilfser Joch – ein Pass, der sich nicht wie ein Wegpunkt anfühlt, sondern wie ein Monument.

6. Etappe:

Vom Stilfser Joch nach Santa Maria

MTB Touren Distanz

51 km

MTB Touren Höhenmeter

-548.314 hm (+550 hm hm Lift)

MTB Touren Tiefenmeter

3.058 tm

Zum Schluss legt die Runde noch einmal alles auf den Tisch. Oben kurz anreißen, dann hinein in den Goldsee-Auftakt und direkt weiter auf den BimBam-Trail. Das ist der längste zusammenhängende Singletrail der gesamten Tour und genau das Finale, das diese Runde verdient. Danach bleibt der Tag abwechslungsreich und unvergesslich.

E-MTB
Diese Tour ist mit einem E-Mountainbike fahrbar.
Unsere Mountainbike Touren führen größtenteils durch (hoch-)alpines Gelände. Dementsprechend sind sie mehr oder weniger fahrtechnisch und konditionell anspruchsvoll oder führen durch ausgesetztes oder abschüssiges Terrain. Erfahrungen in alpinem Gelände, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, entsprechende Vorsicht und Fahrtechnik sind hier zwingend notwendig. Du kannst dich sonst in Lebensgefahr bringen! Wir bewerten unsere Touren mit dem Ride With Love Enduro Score um dir eine Orientierung bzgl. der Anforderungen der Tour zu geben. Informiere dich bitte ebenfalls im Vorfeld deiner Tour über mögliche Mountainbike Verbote auf dieser Strecke. Schreib uns gerne eine Nachricht, wenn du dir unsicher bist, ob eine Tour deinem Fahrtechnik- oder Konditions-Level entspricht. Im Zweifel solltest diese Tour vermeiden. Weiter gilt für jede Tour unser Haftungsausschluss.

Bilder

Panorama, Trails & atemberaubende Natur: MTB Transalp zum Comer See
Goldsee Trail: Spektakuläre MTB Tour am Stilfser Joch

Bernina Express Mountainbike Tour in 6 Etappen: Zusatzinformationen

Tour-Check: Der direkte Vergleich

Im direkten Vergleich mit vielen klassischen MTB-Mehrtages-Routen fährt diese Runde einen eigenen Film. Sie hat nicht die durchgehend hohe Singletrail-Dichte einer konsequent auf Trailmeter getrimmten Route, wirkt dafür aber deutlich geschlossener und alpiner als viele Übergangstouren, die zwischendurch immer wieder auf lange Talverbindungen oder reine Transferstücke kippen. Hier sind die Highlights gezielter gesetzt. Fuorcla del Gal, Pass Chaschauna, Alp Grüm, San Romerio, Pass da Val Viola und der BimBam-Trail tragen die Tour wirklich. Dazwischen gibt es Arbeitsphasen, aber selten Leerlauf. Genau das unterscheidet die Runde von weicheren Mehrtagestouren, bei denen einzelne Etappen austauschbar wirken.

Gegenüber klassischen MTB-ALpenüberquerungen ist diese Tour weniger linear und dadurch spannender für Fahrer, die nicht nur „einmal über die Alpen“ wollen, sondern lieber einen gesamten Alpenraum lesen möchten. Die geschlossene Rundtour ist ein echter Vorteil: logistischer sauber, emotional runder, im Kopf oft stimmiger. Dazu kommen Landschaftsräume, die ungewöhnlich dicht hintereinander liegen – Schweizer Nationalpark-Rand, Livigno-Hochfläche, Bernina-Gletscherwelt, Poschiavo, Veltlin, Bormio und Stilfser Joch. Das wirkt deutlich größer, als es der Track auf der Karte vermuten lässt.

Die Schwäche im Vergleich zu wirklich trailmaximierten Mehrtagestouren bleibt trotzdem sichtbar. Nicht jeder Tag liefert denselben Fahrspaß pro Stunde. Etappe 5 lebt fast komplett von ihrem Pass-Charakter, nicht von Abfahrtsfeuerwerk. Etappe 3 beeindruckt stärker durch Raumwechsel und lange Höhenverluste als durch klar definierte Trail-Cluster. Wer genau das akzeptiert, bekommt aber eine Tour mit mehr Charakter als viele glattoptimierte Standardrunden.

Planungs-Check: Timing & Logistik

Die beste Reisezeit liegt klar im hochsommerlichen bis frühen herbstlichen Fenster, wenn die hohen Übergänge zuverlässig schneefrei sind und die langen Tage den sechs fordernden Etappen entgegenkommen. Gerade weil mehrere Tage jenseits der 2.500 Meter spielen, ist frühe Saison hier deutlich riskanter als bei tiefer verlaufenden Routen. Entsprechend gehört ein konservativer Wetterblick in die Pflicht, nicht in die Kür.

Für Etappe 4 ist die Nutzung der Rhätischen Bahn Teil des Tourdesigns. Wichtig: Bikes werden auf der gleichen Strecke auf Regionalzügen transportiert, nicht auf dem Bernina Express. Die RhB weist ausdrücklich darauf hin, dass Selbstverlad auf dem Bernina Express nicht erlaubt ist, auf Regionalzügen aber schon. Zusätzlich empfiehlt die RhB auf der Bernina-Linie wegen hoher Nachfrage eine Sitzplatzreservation auch im Regionalzug; sie ist optional, kann aber Wartezeiten entschärfen. Für diese Tour ist der frühe Zug am Morgen sinnvoll, weil der fahrerische Tag danach noch vollwertig bleibt.

Zum Goldsee-Abschnitt auf Etappe 6 ist die Lage entspannt: Im Nationalpark gilt für Mountainbiker am Goldseeweg grundsätzlich ein Zeitfenster vor 9 Uhr und nach 16 Uhr. Eure Route nutzt nur den ersten Abschnitt und biegt dann in den erlaubten BimBam-Trail ab. Mit frühem Start ist das unkritisch, trotzdem gehört die Regel ins Briefing, damit es unterwegs keine Missverständnisse gibt.

Bernina Express Mountainbike Tour über den Berninapass

Tipps für deine Ankunft im Val Müstair

Nach so einer Runde brauchst du keinen künstlichen Finisher-Zirkus. Das Val Müstair funktioniert gerade deshalb so gut, weil es nicht laut feiert, sondern langsam runterdimmt. Sta. Maria ist dafür ein starker Ankunftsort: zentral im Tal gelegen, mit Gastronomie und Kultur statt bloß Durchfahrtskulisse. Offiziell wird der Ort genau dafür beschrieben – als Dorf mit Hotels, gastronomischem Angebot und kulturellen Highlights. Ein kurzer Gang durch die Gassen lohnt sich, weil diese Dörfer abseits der Hauptstraße ihren eigentlichen Charme erst im zweiten Blick zeigen.

Für Essen und Ausklang kann man mit gutem Gewissen die Chasa Chalavaina nennen. Es ist als historisches Hotel ausgezeichnet und bekannt für gute Küche und guten Kaffee am Plaz Grond in den Sommermonaten. Genau so würde ich den Tipp auch setzen: nicht als hippen Geheimspot, sondern als verlässlichen Ort, um nach der Tour sauber zu landen. Das beste Finisher-Foto bekommst du dort, wo die Tour emotional rund wird: am oder beim Kloster St. Johann, mit dem weiten Talraum dahinter.

Material-Check: Perfekt gerüstet für den Trail

Für diese Runde passt ein leichtes bis solides Trailbike am besten, kein nervöses Race-Hardtail und auch kein übermotorisiertes Parkgerät. Die Tour lebt von langen Schotteranstiegen, Naturwegen, alten Militärstraßen und wiederkehrenden Trailpassagen im moderaten bis mittleren technischen Bereich. Du profitierst von effizienter Sitzposition bergauf, aber genauso von Reserven bergab. Frische Bremsbeläge sind Pflicht. Auf langen alpinen Abfahrten wie nach Fuorcla del Gal, Richtung Tirano oder im Finale über den BimBam-Trail frisst die Strecke Material schneller, als viele nach einem Schönwetter-Start wahrhaben wollen. Ersatzschaltauge, Kettenschloss, Tubeless-Plugs, Mini-Tool, Pumpe und eine sauber bestückte Notfalltasche gehören hier selbstverständlich ins Gepäck.

Bei der Bekleidung zählt Schichtbarkeit mehr als Minimalgewicht. Die Route steigt regelmäßig deutlich über 2.000 Meter und erreicht fast 2.850 Meter. Du kannst also morgens frieren, mittags in der Sonne fahren und oben trotzdem in Wind oder Wetter kippen. Armlinge, leichte Zusatzschicht, kompakte MTB-Regenjacke und ein Paar Handschuhe für kalte Höhenmeter sind keine Vorsichtspanik, sondern sinnvolle Standardausrüstung. Ein kleines Erste-Hilfe-Set plus Rettungsdecke gehört in so ein Setup ebenfalls hinein.

Zur Orientierung würde ich die Route nicht nur auf dem Handy fahren. Smartphone mit Offline-Karten ist gut, ein dediziertes GPS-Gerät besser. Entscheidend ist die Redundanz: Powerbank mitnehmen, Karten vorher lokal speichern und Transfers wie RhB vorab separat absichern. Beim E-MTB ist die Akkufrage zentral. Die Runde ist zwar fahrbar, aber nur, wenn du die langen Anstiege realistisch kalkulierst und mögliche Ladefenster nicht bloß hoffst.

Leistungen

Du erhältst bei deinem Kauf für jede Etappe sowie für die Gesamtroute jeweils eine GPS-Datei im .gpx Format. Zusätzlich ein digitales Roadbook im .pdf Format. Alle Dateien sind sofort nach deinem Kauf als zip-Datei downloadbar. Ein Beispiel des digitalen Roadbooks kannst du hier ansehen. Alle im Preis enthaltenen Leistungen findest du auch auf unserer Leistungsübersicht.

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Unser Versprechen

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