
Die Sesvennascharte (Fuorcla Sesvenna) ist auf dem Papier ein faszinierender Mountainbike Übergang in Südtirol. Der Übergang liegt auf einer Höhe von etwa 2.819 Metern. Er verbindet das obere Vinschgau von Schlinig über die Sesvenna Hütte in Italien mit S-charl in der Schweiz. Zwar bietet der Übergang über die Sesvennascharte ein außergewöhnliches Naturerlebnis mit atemberaubenden Ausblicken, aber der Fahrspaß hält sich deutlich in Grenzen. Denn der Trail nach S-charl ist eigentlich nur auf den ersten Metern und dann erst wieder im unteren Abschnitt durchgängig fahrbar. In dem Abschnitt dazwischen ist der Wanderweg derart verblockt, dass an Mountainbike fahren nur auf wenigen Metern zu denken ist.
Der in diesem Abschnitt nur mäßig fahrbare Downhill führt darüber hinaus durch eine sehr steile Felspassage, die nur mit Trittsicherheit und alpiner Erfahrung empfehlenswert ist. Und auch der Aufstieg zur Sesvennascharte erfordert eine gewisse Trittsicherheit, da der Weg anspruchsvoll und hochalpin ist. Es ist ratsam, sich auf die Tour angemessen vorzubereiten und gutes Schuhwerk (Empfehlung: keine Klick-Pedale) zu tragen.
Im unteren Abschnitt bis S-charl ist der S2 Trail dann spaßig und durchgängig fahrbar. Allerdings keine adäquate Entschädigung für den enormen Kraftaufwand um auf die Sesvennascharte hinauf zu kommen. Man kann den Trail auch von der Schweiz kommend in Richtung Sesvennahütte fahren. Aber auch in dieser Richtung ist der Trail nur mäßig fahrbar. Allerdings ist der Übergang über die Sesvennascharte die einzig attraktive Variante, wenn man die Uinaschlucht mit der Routenführung über S-charl verbinden möchte.




Zusatzinformationen
Einkehrmöglichkeiten
Vor dem Aufstieg auf die Sesvennascharte (Fuorcla Sesvenna) empfiehlt sich eine Einkehr in die Sesvenna Hütte. Die nette urige Hütte liegt exponiert oberhalb von Schlinig und bietet eine hervorragende Südtiroler Küche sowie selbstgemachte Schnäpse.


