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Oberstdorf – Riva del Garda: Hochalpiner Alpencross durch das Herz der Alpen

Vier Länder, sieben Tage, ein Ziel: der Gardasee. Dieser Alpencross startet in Oberstdorf und führt dich über hochalpine Pässe jenseits der 2.600 Meter, durch den Schweizerischen Nationalpark und über den legendären Passo di Gavia bis ans Ufer von Riva del Garda. Die Route ist kein Trailfeuerwerk — sie ist eine ehrliche Hochgebirgs-Durchquerung, bei der Schotter, Schiebepassagen und karge Gipfellandschaften den Rhythmus bestimmen. Aber wenn der Trail kommt, kommt er richtig: Der Fimberpass-Trail ab 2.596 Metern gehört zu den eindrücklichsten Singletrail-Abfahrten der Alpen. Die Forcellina di Montozzo verlangt dir alles ab. Und der Sentiero di Bussè schickt dich ein letztes Mal auf schmalen Pfaden Richtung See. Dazwischen: über 15.000 Höhenmeter, die du dir jeden einzelnen Tag neu verdienst. Diese Tour ist nichts für Einsteiger. Sie ist für Biker, die wissen, was ein langer Tag im Hochgebirge bedeutet — und genau das suchen.

Diese Tour wurde zuletzt aktualisiert am:

Wer von Oberstdorf nach Riva del Garda fährt, durchquert die Alpen nicht einfach — er erlebt sie in ihrer ganzen Bandbreite. Die Route schraubt sich vom Allgäu über den Arlberg und das Paznaun in die Hochgebirgslandschaft des Unterengadins. Sie führt durch die stille Weite des Schweizerischen Nationalparks, überquert die Grenze nach Italien fast nebenbei und trifft dann auf die großen Pässe: Gavia, Forcellina di Montozzo, Passo del Gotro. Jeder Tag fordert Ausdauer. Jeder Tag belohnt anders.

Die Tour lebt vom Wechsel zwischen langen Schotteraufstiegen und konzentrierten Trailabfahrten, die volle Aufmerksamkeit verlangen. Der Fimberpass-Trail auf Etappe 3 ist das Herzstück — über sechs Kilometer zieht sich der Singletrail vom Grat ins Tal, verblockt, steil, unvergesslich. Am Passo di Gavia stehst du auf dem höchsten Punkt der Tour und blickst in eine Landschaft, die dich klein macht. An der Forcellina di Montozzo wartet die technisch härteste Passage, bevor sich die Route durch das Val di Sole nach Süden zieht. Am letzten Tag rollen über 3.200 Tiefenmeter unter deinen Reifen weg, bis du am Gardasee stehst — und weißt, dass du dir das verdient hast.

Das Besondere an dieser Tour ist nicht die einzelne Schlüsselstelle. Es ist die Summe: sieben Tage, in denen die Landschaft sich spürbar verändert, vom saftigen Allgäu über karges Hochgebirge bis zu den ersten Olivenbäumen am See. Vier Länder, keine Grenzen. Eine Alpenüberquerung auf dem Mountainbike.

Alle Informationen zu dieser Mountainbike Tour:

Oberstdorf – Riva del Garda: Hochalpiner Alpencross durch das Herz der Alpen
Tour ID: 88642
Oberstdorf – Riva del Garda: Hochalpiner Alpencross

Von Oberstdorf nach Riva del Garda

Alpenüberquerung | Hochalpin | lange Anstiege | Naturtrails | viel Forstwege
mittel (S2)MTB Touren Höhenmetersehr anspruchsvoll
MTB Touren Etappen 7 Etappen MTB Touren Distanz 373 kmMTB Touren Höhenmeter15.334 hm MTB Touren Tiefenmeter 16.051 tm
Oberstdorf – Riva del Garda: Hochalpiner Alpencross durch das Herz der Alpen - Höhenprofil
Diese Tour ist für erfahrene Alpinbiker, die Mehrtageserfahrung mitbringen, S2-Trails sicher beherrschen und einen hohen Schotteranteil als Teil einer Hochgebirgs-Durchquerung akzeptieren. Wer ein durchgehendes Trailfeuerwerk sucht, ist hier falsch. Wer aber die Kombination aus Ausdauer, hochalpiner Landschaft und punktuellen, dafür umso stärkeren Trail-Highlights schätzt, findet hier eine der ehrlichsten Transalp-Routen von Deutschland an den Gardasee.

Die Schwäche der Tour ist zugleich ihre Stärke: Der Trailanteil von rund 11 % ist kein Ausreißer nach unten, sondern die Realität hochalpiner Alpenüberquerungen ohne Liftunterstützung. Die Trail-Highlights — Fimberpass-Trail, Gavia-Abfahrt, Forcellina di Montozzo, Sentiero di Bussè — müssen diesen Anteil tragen. Und sie tun es. Was fehlt, ist Masse. Was bleibt, ist Klasse. Konditionell ist die Tour herausfordernd — über 15.000 Höhenmeter in sieben Tagen, kein Tag unter 1.800 hm. Für Einsteiger oder Fahrer ohne alpine Mehrtageserfahrung ist sie nicht geeignet.
Preise & Leistungen
25,00 
  • GPX Tracks für alle Etappen
  • Roadbook im PDF Format
  • Übernachtungsempfehlungen
  • Packliste im PDF Format

HINWEIS: Alle Bilder, GPX-Files, Texte und Roadbooks sind Eigentum von Ride With Love. Jeder Download ist nur für den persönlichen und privaten Gebrauch bestimmt. Wenn du die Daten auf anderen Plattformen wie bspw. "Komoot" verwenden möchtest, muss ein öffentlich sichtbarer Verweis auf den Rechteinhaber "(c) Ride With Love" angezeigt werden. Unsere Daten dürfen ohne eine vorherige, schriftliche Zustimmung von Ride With Love nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden.

Keine passende Tour dabei? Dann ruf’ uns an, schick uns eine WhatsApp oder eine E-Mail. Wir planen gerne deine individuelle Mountainbike Tour.

Tour Charakter
Die Route richtet sich klar an sehr fitte Mountainbiker mit alpiner Mehrtageserfahrung. Du solltest täglich zwischen 1.800 und 2.600 Höhenmeter im Sattel gewohnt sein, dich im hochalpinen Gelände sicher bewegen und Schiebepassagen als selbstverständlichen Teil einer Alpenüberquerung akzeptieren.

Fahrtechnisch bewegt sich der Großteil der Abfahrten im mittleren Bereich. Die meisten Trails sind gut fahrbar für Biker, die auf verblocktem Naturweg sicher unterwegs sind und auch steilere, steinige Passagen kontrolliert meistern. An einzelnen Schlüsselstellen — insbesondere am Einstieg des Fimberpass-Trails und in der Gavia-Abfahrt — wird es ruppiger: verblockt, steil und konzentrationsfordernd. Wer dort nicht fahren will, kann schieben oder die GPX-Varianten nutzen. Die härteste technische Einzelstelle der gesamten Tour liegt auf der Abfahrt von der Forcellina di Montozzo — hier sind abschnittsweise Schiebepassagen möglich, auch für geübte Fahrer.

Bergauf ist die Tour durchgehend als sehr anspruchsvoll eingestuft — ohne Ausnahme über alle sieben Tage. Fünf Etappen überschreiten die 2.000-Meter-Marke, der höchste Punkt liegt am Passo di Gavia auf 2.616 Metern. Mehrere Übergänge verlaufen in ausgesetztem Hochgebirgsgelände und sind bei Wetterumschwung sensible Abschnitte. Alpine Erfahrung ist Pflicht: Orientierung im weglosen Gelände, Einschätzung von Wetterlagen und der richtige Umgang mit schnellen Wetterwechseln auf diesen Höhen gehören zum Grundrepertoire. Vier Uphill-Schiebepassagen sind fester Bestandteil der Route — zusammen rund 6,4 Kilometer und 738 Höhenmeter. Keine davon ist optional umfahrbar. Die längste Einzelschiebepassage liegt auf Etappe 6 mit 2,1 Kilometern und knapp einer Stunde Gehzeit zur Forcellina di Montozzo.

Der Untergrund ist klar schottergetrieben: rund 50 % Schotter, 29 % Asphalt, 11 % Singletrail. Die stärksten Trailmomente konzentrieren sich auf einzelne Schlüsselabschnitte — der Fimberpass-Trail mit über sechs Kilometern zusammenhängendem Singletrail ist die längste Trail-Sequenz der Route.

Für E-Bikes ist die Tour aufgrund der Schiebepassagen und der täglichen Höhenmeterbelastung nur bedingt geeignet. Die Schiebepassagen sind mit dem höheren Gewicht eines E-MTBs deutlich anstrengender. Wer mit E-Bike plant, sollte die Akkukapazität für die langen Anstiege realistisch kalkulieren und gegebenenfalls ein Ladegerät für Mittagspausen einplanen. Die Königsetappe (Etappe 3) und Etappe 6 sind konditionell auch mit Motor-Unterstützung nicht zu unterschätzen.
Etappen Details
1. Etappe:

Von Oberstdorf (805 m) nach Ravensburger Hütte (1.945 m)

MTB Touren Distanz

41 km

MTB Touren Höhenmeter

1.888 hm

MTB Touren Tiefenmeter

748 tm

Der Auftakt verlangt vor allem eines: Geduld. Lange, gleichmäßige Anstiege auf gut fahrbarem Untergrund bringen dich hoch zum Schrofenpass, wo die erste Schiebepassage wartet. Die anschließende Abfahrt ist das technische Highlight des Tages — S2 mit abschnittsweise S3-Passagen. Danach heißt es Zähne zusammenbeißen für den Schlussanstieg.

2. Etappe:

Von Ravensburger Hütte (1.945 m) nach Mathon (1.444 m)

MTB Touren Distanz

65 km

MTB Touren Höhenmeter

2.401 hm

MTB Touren Tiefenmeter

2.900 tm

Die längste Etappe der Tour beginnt direkt mit einem S2-Trail — ein technisch sauberer Einstieg in einen langen Tag. Das Verbellner Winterjöchli auf 2.272 Metern ist der konditionelle Wendepunkt. Wer hier noch Reserven hat, darf sich auf die neuen Trails bei Galtür oberhalb des Kops-Stausees freuen. Alternativ steht eine Umfahrungsvariante per GPX bereit.

3. Etappe:

Von Mathon (1.444 m) nach S-charl (1.815 m)

MTB Touren Distanz

54 km

MTB Touren Höhenmeter

2.603 hm

MTB Touren Tiefenmeter

2.234 tm

Die Königsetappe. Der lange Aufstieg fordert Geduld, die Schiebepassage zum Grat kostet Kraft — und dann kommt der Fimberpass-Trail. Über sechs Kilometer zieht sich der Singletrail vom Grat ins Unterengadin, verblockt und steil am Einstieg, danach zunehmend flüssig. Das Trail-Highlight der Tour.

4. Etappe:

Von S-charl (1.815 m) nach Bormio (1.202 m)

MTB Touren Distanz

53 km

MTB Touren Höhenmeter

2.002 hm

MTB Touren Tiefenmeter

2.621 tm

Durch den Schweizerischen Nationalpark — weitläufig, einsam, hochalpin. Zwei Passübergänge über 2.200 Meter. Der Grenzübertritt nach Italien passiert fast nebenbei. Das lange Ausrollen nach Bormio fühlt sich nach dem kargen Hochgebirge wie eine Belohnung an.

5. Etappe:

Von Bormio (1.202 m) nach Pezzo (1.589 m)

MTB Touren Distanz

39 km

MTB Touren Höhenmeter

2.184 hm

MTB Touren Tiefenmeter

1.797 tm

Eine wuchtige Passetappe über den Gavia — den höchsten Punkt der gesamten Tour auf 2.616 Metern. Der Aufstieg von Bormio ist lang und gleichmäßig, oben wartet karge Hochgebirgslandschaft, die im Kopf bleibt. Die Abfahrt auf der Südseite hat eine ruppige S3-Schlüsselstelle am Einstieg, die über eine GPX-Variante umfahren werden kann.

6. Etappe:

Von Pezzo (1.589 m) nach Madonna di Campiglio (1.570 m)

MTB Touren Distanz

63 km

MTB Touren Höhenmeter

2.243 hm

MTB Touren Tiefenmeter

2.289 tm

Die brachialste Etappe der Tour. Steile Rampen und die längste Schiebepassage schrauben dich hoch zur Forcellina di Montozzo auf 2.604 Metern. Die Abfahrt ein Highlight der Route — abschnittsweise sind Schiebepassagen möglich. Danach zieht sich ein langer Schlussanstieg auf Schotter bis Madonna di Campiglio. Eine Etappe, die man sich verdienen muss.

7. Etappe:

Von Madonna di Campiglio (1.570 m) nach Riva del Garda (72 m)

MTB Touren Distanz

59 km

MTB Touren Höhenmeter

1.656 hm

MTB Touren Tiefenmeter

3.108 tm

Das Finale. Über 3.200 Tiefenmeter führen dich vom Hochgebirge ans Seeufer. Die Schiebepassage zum Bärenpass ist der letzte alpine Kraftakt, danach geht es fast nur noch bergab. Der Sentiero di Bussè kurz vor dem Ziel ist der letzte Trail — bevor die Route ans Ufer von Riva del Garda trifft.

E-MTB
Diese Tour ist mit einem E-Mountainbike nur bedingt fahrbar.
Der Verlauf dieser Route liegt (teilweise) in Österreich und führt ggf. über eine für Mountainbiker nicht freigegebene Strecke. Die Befahrung dieser Route mit dem Mountainbike liegt ausschließlich in deiner eigenen Verantwortung und mit deinem Bewusstsein über die Rechtslage in Österreich. Weitere Informationen findest du auf unserer Seite über MTB-Verbote in Österreich.
Unsere Mountainbike Touren führen größtenteils durch (hoch-)alpines Gelände. Dementsprechend sind sie mehr oder weniger fahrtechnisch und konditionell anspruchsvoll oder führen durch ausgesetztes oder abschüssiges Terrain. Erfahrungen in alpinem Gelände, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, entsprechende Vorsicht und Fahrtechnik sind hier zwingend notwendig. Du kannst dich sonst in Lebensgefahr bringen! Wir bewerten unsere Touren mit dem Ride With Love Enduro Score um dir eine Orientierung bzgl. der Anforderungen der Tour zu geben. Informiere dich bitte ebenfalls im Vorfeld deiner Tour über mögliche Mountainbike Verbote auf dieser Strecke. Schreib uns gerne eine Nachricht, wenn du dir unsicher bist, ob eine Tour deinem Fahrtechnik- oder Konditions-Level entspricht. Im Zweifel solltest diese Tour vermeiden. Weiter gilt für jede Tour unser Haftungsausschluss.

Bilder

Oberstdorf – Riva del Garda: Hochalpiner Alpencross durch das Herz der Alpen
Montozzo: epischer MTB Trail in der Lombardei
Lago di Cancano - MTB Mehrtagestouren und Alpencross Bormio

Oberstdorf – Riva del Garda: Hochalpiner Alpencross: Zusatzinformationen

Mein persönliches Fazit

Wenn mich jemand fragt, ob ich diese Tour empfehle, sage ich: Ja — aber mit einem ehrlichen Vorgespräch. Diese Transalp ist kein Selbstläufer. Sie ist eine echte Alpenüberquerung mit langen Tagen auf Schotter, Schiebepassagen, auf denen du dein Bike fluchend den Berg hochträgst, und Momenten, in denen du oben am Grat stehst und einfach nur dankbar bist.

Ich habe diese Route geplant, weil ich eine Linie wollte, die ehrlich durch die Alpen führt — keine Liftvariante, kein Best-of-Trails-Parcours, sondern eine Durchquerung, bei der du dir jeden Meter verdienst. Der Fimberpass-Trail ist einer dieser Momente, für die du den ganzen Tag bergauf trittst. Wenn du oben stehst und die ersten Meter des Trails unter dir siehst, verstehst du, warum sich die Stunden auf Schotter gelohnt haben. Das gleiche gilt für die Forcellina di Montozzo — brutal im Anstieg, belohnend in der Abfahrt, mit einer Schlüsselstelle, über die du abends beim Bier noch redest.

Ist die Tour perfekt? Nein. Der Schotteranteil ist hoch, manche Tage sind mehr Ausdauerprüfung als Fahrspaß. Aber das ist der Charakter einer hochalpinen Durchquerung. Wenn du damit klarkommst, dass nicht jede Abfahrt ein Trail ist, dafür aber jeder Trail richtig gut ist, dann passt diese Tour zu dir. Wenn du durchgehenden Singletrail suchst, brauchst du eine geführte Tour mit Liftunterstützung.

Was ich an dieser Route liebe: Du fährst durch vier Länder und merkst es kaum. Du stehst an Übergängen, an denen sonst niemand steht. Und du kommst in Riva an mit dem Gefühl, etwas Großes geschafft zu haben.

Die Tour im direkten Vergleich

Der Trailanteil dieser Route liegt bei rund elf Prozent — also etwa 42 Kilometer Singletrail auf 373 Kilometer Gesamtstrecke. Das klingt erst mal nach wenig, ist aber für eine selbstgeführte hochalpine Alpenüberquerung ohne Liftunterstützung absolut im Durchschnitt. Klassische Transalp-Routen wie die Albrecht-Route, die Heckmair-Route oder die Joe-Route bewegen sich in einem vergleichbaren Bereich. Wer deutlich höhere Trailanteile sucht, landet zwangsläufig bei geführten Touren mit systematischer Lift- und Shuttle-Nutzung — ein komplett anderes Tourformat.

Was diese Tour von vergleichbaren Alpenüberquerungen abhebt, ist die Qualität der einzelnen Trail-Highlights. Der Fimberpass-Trail mit über sechs Kilometern zusammenhängendem Singletrail ab 2.596 Metern gehört zu den eindrücklichsten Trailabfahrten, die du auf einer Alpenüberquerung fahren kannst. Die Gavia-Abfahrt vom höchsten Punkt der Tour und die Forcellina di Montozzo mit ihrer technisch extremen Schlüsselstelle sind Momente, die auf keiner Standardroute vorkommen. Und der Sentiero di Bussè kurz vor Riva setzt einen letzten Trailakzent, der den Abschluss würdig macht.

Die Schwächen liegen dort, wo die Stärken aufhören: Zwischen den Trail-Highlights dominieren Schotter und Asphalt. Manche Etappen — besonders Etappe 1 und Etappe 4 — sind fahrtechnisch wenig fordernd und leben vor allem von Landschaft und Ausdauer. Wer jeden Tag nach dem Aufstieg sofort mit einem Trail belohnt werden will, wird an einigen Tagen enttäuscht. Die Route ist keine Trail-Tour mit alpiner Kulisse, sondern eine alpine Tour mit Trail-Rosinen.

Timing & Logistik

Die beste Reisezeit liegt zwischen Anfang Juli und Mitte September. Vor Juli können Schneereste an den höchsten Übergängen — Fimberpass, Passo di Gavia, Forcellina di Montozzo — die Route unpassierbar machen. Nach Mitte September steigt das Risiko für Wintereinbrüche. Der stabilste Zeitraum ist die zweite Julihälfte bis Ende August, wobei schnelle Wetterwechsel auf diesen Höhen jederzeit möglich sind.

Für die Rückreise von Riva del Garda nach Oberstdorf gibt es mehrere Optionen. Die bequemste sind spezialisierte Bikeshuttle-Dienste, die in der Saison regelmäßig vom Gardasee nach Oberstdorf, Garmisch und München fahren. Anbieter wie Bikeshuttle.it oder Prenner bieten Transfers mit Bike-Anhänger an, die Fahrzeit liegt bei fünf bis sechs Stunden. Frühzeitig buchen, besonders an Wochenenden.

Die Rückreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist möglich, aber aufwendiger. Von Riva fährt ein Linienbus nach Rovereto, dem nächstgelegenen Bahnhof. Von dort verkehren Züge über den Brenner Richtung München. Die ÖBB bietet Online-Buchung von Fahrradtickets — allerdings sind die Stellplätze pro Zug stark begrenzt. Plane einen guten halben Tag ein.

Tipps für deine Ankunft in Riva del Garda

Riva del Garda ist der perfekte Ort, um eine Alpenüberquerung zu beenden. Die historische Altstadt rund um die Piazza III Novembre mit ihren venezianischen Stadtpalästen, dem Hafen und den verwinkelten Gassen ist kompakt genug für einen kurzen Spaziergang nach der Tour — und atmosphärisch genug, um den Moment zu genießen.

Das beste Eis der Stadt bekommst du in der Gelateria Flora an der Viale Rovereto. Seit über zwanzig Jahren eine Institution am Gardasee, konstant hervorragende Qualität, riesige Auswahl. Liegt etwas außerhalb Richtung Rovereto, aber der Umweg lohnt sich. In der Altstadt ist die Gelateria Etabeta eine unauffällige, aber empfehlenswerte Alternative. Für den Aperitif bietet sich die Piazza III Novembre an, wo du mit einem Aperol Spritz auf den Hafen blickst.

Verpasse nicht den Blick vom Bastione. Die venezianische Festung thront rund 200 Meter über der Stadt und bietet ein Panorama vom Gardasee über die Altstadt bis zu den Bergen. Du erreichst den Bastione über einen Serpentinenweg in etwa zwanzig Minuten oder — nach sieben Tagen in den Beinen — mit dem Panoramalift in zwei Minuten. Oben gibt es ein Restaurant mit Terrasse — perfekt für das Finisher-Foto mit Seeblick.

Material-Check: Perfekt gerüstet für den Trail

Bei der Bekleidung gilt das Schichtenprinzip. Eine winddichte, wasserabweisende Jacke gehört in jeden Rucksack — auf Übergängen über 2.500 Metern kann es auch im Hochsommer empfindlich kalt werden. Dazu eine leichte Isolationsschicht für Pausen in der Höhe. Handschuhe und eine dünne Mütze für die Passübergänge sind Pflicht. Knie- und Ellbogenprotektoren empfehlen sich für die technischen Abfahrten am Fimberpass-Trail und an der Forcellina di Montozzo.

Das Reparatur-Set sollte alles abdecken, was dich unterwegs weiterbringt: Multitool, Ersatzschlauch oder Tubeless-Reparaturset, Reifenheber, Minipumpe und Kabelbinder. In abgelegenen Abschnitten gibt es über Stunden keine Hilfe.

Für die Orientierung ist ein GPS-Gerät oder Smartphone mit Offline-Karten unverzichtbar. Eine Powerbank gehört zwingend in den Rucksack — sieben Tage Navigation bei Kälte saugen jeden Akku leer. Lade die GPX-Tracks vorab auf dein Gerät.

Ein kompaktes Erste-Hilfe-Set mit Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel und Rettungsdecke gehört in den Rucksack. Im hochalpinen Gelände kann die Bergrettung bei schlechtem Wetter Stunden brauchen.

Das Mountainbike sollte ein Fully mit 140 bis 160 Millimetern Federweg sein. Tubeless-Reifen mit ausreichend Profil und pannensicherer Karkasse sind Pflicht.

Bei E-MTBs die Akkukapazität realistisch einschätzen. Ein Ladegerät für die Mittagspause einzuplanen ist sinnvoll. Prüfe vorab, ob Einkehrmöglichkeiten Lademöglichkeiten bieten.

Ausführliche Empfehlungen findest du in unserer großen Kaufberatung

Leistungen

Du erhältst bei deinem Kauf für jede Etappe sowie für die Gesamtroute jeweils eine GPS-Datei im .gpx Format. Zusätzlich ein digitales Roadbook im .pdf Format. Alle Dateien sind sofort nach deinem Kauf als zip-Datei downloadbar. Ein Beispiel des digitalen Roadbooks kannst du hier ansehen. Alle im Preis enthaltenen Leistungen findest du auch auf unserer Leistungsübersicht.

Du möchtest lieber eine maßgeschneiderte Enduro MTB Tour? Nichts leichter als das! Hier kannst du deine individuelle Tour planen lassen. Oder einen Mountainbike Guide für deine persönliche MTB Tour unverbindlich anfragen.

Unser Versprechen

Nichts ist schöner als eine unvergessliche Mountainbike Tour in atemberaubender Natur und auf feinsten Enduro Trails! Dieses Erlebnis möchten wir dir mit unseren Touren bieten. Deshalb stehen wir dir jederzeit bei Fragen, Wünschen, Problemen, Tipps u.v.m. zur Verfügung. Oder unterstützen dich mit Tipps, Rat und Informationen auch während deiner bei uns gekauften Tour. Versprochen! Hier findest du weitere Informationen über uns.
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