MTB Flat Pedale im Test: diese 5 MTB-Pedale überzeugen für Tour & Alpencross (2026)

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MTB Plattform-Pedale für Trail & Enduro: 5 Modelle im Test

Du stehst vor einer technischen Spitzkehre, der Trail dreht ins Steile, der Untergrund wechselt von Wurzel auf nassen Fels. Genau in diesem Moment entscheidet dein Pedal mit, ob du sauber durchkommst oder vom Schuh rutschst. Ein gutes Pedal merkst du nicht — ein schlechtes kostet dich Vertrauen, Linie und im Zweifel die Schiene am Schienbein. Wir haben fünf Plattform-Pedale für den Trail- und Enduro-Einsatz verglichen und nach klaren Kriterien bewertet — mit Fokus auf Grip, Bodenfreiheit und Lagerqualität im technischen Geläuf.

Die Auswahl deckt die relevanten Preisklassen vom günstigen Einstieg bis zum Premium-CNC-Pedal ab.

Hope F22

Das technisch ausgereifteste Pedal im Test. Bestes Lagersystem aller Kandidaten, asymmetrisches Dom-Profil aus Alu für maximale Kurbelbodenfreiheit.

DMR Vault

Höchster Grip-Score im Test, doppelt fachmedien-belegt. Einzigartige FlipPin-Funktion erlaubt individuelle Pin-Aggressivität — ein echter Trail-Vorteil und sorgt für mehr Grip auf dem Pedal.

Crankbrothers Stamp 1 Gen 2

Flachstes und leichtestes Pedal im Test mit dem breitesten Größenkorridor. Maximale Bodenfreiheit auf felsigem Geläuf zum fairen Preis — eines der wenigen MTB-Pedale aus Kunststoff, die in dieser Klasse mithalten.

Reverse Components Escape Pro

Höchste Pin-Anzahl mit voller Konfigurierbarkeit, dazu deutscher Herstellerservice.

Shimano PD-GR500 Zee

Bewährter Allrounder mit unschlagbarer Service-Infrastruktur. Im Trail/Enduro-Kontext aber zu schwer und mit niedrigster Pin-Anzahl im Test.

Flatpedals: entdecke die besten Enduro Mountainbike Plattform Pedale im Test

Auf dem Trail – nicht im Labor: So haben wir bewertet

Die vier Kriterien gewichten wir nach dem, was im technischen Trail- und Enduro-Einsatz tatsächlich über Performance entscheidet — nicht nach Datenblatt-Symmetrie. Grip dominiert, Geometrie und Lager folgen, Wartbarkeit rundet ab.

Grip & Traktion (40%)

Das schärfste Kriterium und entscheidet über alles andere. Wenn dein MTB-Schuh rutscht, ist die beste Plattformgeometrie egal. Pin-Anzahl, Pin-Profil, Plattform-Konkavität und Material wirken hier zusammen — und genau hier trennt sich Trail-Tauglichkeit von Datenblatt-Marketing. Erst das Zusammenspiel von Pedal und Schuh entscheidet, wie gut Grip im echten Trail funktioniert.

Plattformgeometrie & Bodenfreiheit (25%)

Auf felsigem Singletrail zählt jeder Millimeter Bauhöhe. Ein flaches Pedal überlebt Steinkontakt, ein hohes Pedal kostet dich Linien. Standfläche, Bauhöhe und Profilform bestimmen, ob das Pedal mit deinem Schuh und deinem Trail-Stil zusammenpasst — und wie sicher dein Stand auf dem Pedal in technischen Sektionen ist.

Lagerung und Dichtung (20%)

Pedale leben vom Lager. Bei regelmäßigem Nass- und Schlammkontakt entscheidet die Dichtung darüber, ob du nach einer Saison ein neues Pedal kaufst oder noch Jahre fährst. Hier liegen die größten Qualitätsunterschiede im Testfeld.

Wartbarkeit & Ersatzteilverfügbarkeit (15%)

Pins gehen verloren, Lager mahlen irgendwann. Wer in fünf Jahren noch Ersatz bekommt und das Pedal mit Standardwerkzeug warten kann, fährt günstiger und länger. Spezialwerkzeug und Marken-Servicepolitik sind hier kaufentscheidend.

Die 5 MTB Plattform-Pedale im Test

8,5

Hope F22 Flat-Pedal (Testsieger)

Das technisch ausgereifteste Pedal im Test — wer Lagerqualität priorisiert, kauft das Hope.

Das Hope F22 spielt in einer eigenen Liga, sobald es um Laufruhe und Langzeitverhalten geht. Drei Industrie-Patronenlager plus IGUS-Gleitlager, intern und extern abgedichtet — kein anderes Pedal im Test kommt da auch nur in die Nähe. Dazu kommt ein asymmetrisches Dom-Profil, das innen schmaler läuft für Kurbelbodenfreiheit und außen breit unter dem Fuß sitzt. Im direkten Vergleich zum DMR Vault verschiebt sich nichts, klemmt nichts, läuft nichts hörbar — auch nicht nach Wochen im Schlamm. Der Preis ist die offene Rechnung.

Vorteile

Bestes Lagersystem im Test — bleibt seidig, wo andere knirschen

Asymmetrisches Profil: schmaler innen, breit unter dem Fuß — clever gelöst

362 g trotz CNC-Vollfräsung aus Alu — leichter als der DMR Vault

11 Pins mit hexagonalem Reverse-Profil — kein Klemmen beim Pin-Tausch

Nachteile

Teuerstes Pedal im Test — mit Abstand

Lagerservice nur mit Spezialwerkzeug HTT186 — kein reiner Inbus-Heimservice

Trail-Check

Was das F22 von der Konkurrenz trennt, ist nicht der Grip — auch wenn der mit 8,5/10 sauber im oberen Drittel liegt. Es ist die Mechanik dahinter. Drei Patronenlager plus IGUS-Gleitlager mit doppelter Dichtung sind im Vergleichsfeld eine Ansage: Der DMR Vault kommt mit DU-Gleitlager und einem Kugellager, dazu einer Dichtung, die laut ENDURO „mühelos zur Seite geschoben“ wird. Genau hier holt sich das F22 die 9,2/10 — und die sind verdient. Wer regelmäßig im Nassen fährt, weiß, was passiert, wenn Pedale anfangen zu mahlen.

Beim Grip steht das F22 dem Vault knapp nach (8,5 vs. 8,8), aber das asymmetrische Dom-Profil holt sich den Punkt bei der Plattformgeometrie zurück (8,5/10). Innen schmaler, außen breit — das ist konstruktiv die intelligenteste Lösung im Test. Auf engen, felsigen Singletrails, wo jeder Millimeter Bodenfreiheit zählt, profitierst du davon spürbar. Die 362 g sind dafür, was du an Frästechnik bekommst, ein fairer Wert — leichter als der Vault bei vergleichbarer Standfläche.

Der Wermutstropfen sitzt beim Service. 7,5/10 in der Wartbarkeit ist solide, aber nicht das Niveau des DMR Vault (9,0) oder Stamp 1 Gen 2 (8,5). Das HTT186-Werkzeug ist Pflicht, sonst kommst du an die Lager nicht ran. Wer alles selbst schraubt, lebt mit dem Werkzeugkauf — oder schickt das Pedal zum Service. Bei einem Lagersystem, das so lange durchhält, ist das verkraftbar, sollte aber bei der Kaufentscheidung mitlaufen.

Klare Kaufempfehlung für Fahrer, die das beste Lagersystem im Test wollen und bereit sind, dafür den höchsten Preis und ein Spezialwerkzeug zu akzeptieren. Wer den Grip-Maximalwert sucht, schaut zum Vault. Wer Plattform-Flachheit will, zum Stamp 1 Gen 2.

Praxis-Tipp: Bestell das HTT186-Werkzeug direkt bei der Pedal-Bestellung mit. Wenn du die Lager irgendwann doch selbst warten willst, sparst du dir den zweiten Kaufvorgang — und das Werkzeug passt auch für andere Hope-Komponenten.

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Aktualisiert: 21. Mai 2026 18:25
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8,1

DMR Vault Plattformpedale

Das Grip-Monster mit 20 Jahren Modellhistorie — Pin-Aggressivität nach Belieben einstellbar.

Was passiert, wenn du elf FlipPins mit beidseitiger Montage auf eine dual-konkave Plattform schraubst? Genau das, was der höchste Grip-Score im Test (8,8/10) sagt: Dein Mountainbike-Flatpedal-Schuh klebt da drauf, fast egal was du fährst. ENDURO bescheinigt „maximalen Halt“, MTB-News „sehr guten Grip“ — zwei unabhängige Fachmedien, die in dieselbe Richtung zeigen. Dazu die FlipPin-Funktion, mit der du die Aggressivität pro Trail anpasst. Das gibt’s sonst nirgends im Test.

Vorteile

Höchster Grip-Score im Test — durch ENDURO und MTB-News doppelt belegt

FlipPins beidseitig montierbar — Pin-Aggressivität individuell einstellbar

Großflächige Plattformöffnungen im Alu-Pedalkörper — Schlamm fällt durch, Grip bleibt

20+ Jahre Vault-Modellhistorie — Ersatzteile bekommst du auch in zehn Jahren noch

Pins mit Standardwerkzeug tauschbar — reiner Heimservice

Nachteile

Schwerstes Pedal im Test — rund 70 g über dem Hope F22, deutlich über dem Stamp 1 Gen 2

Lagerdichtung lässt sich laut ENDURO „mühelos zur Seite schieben“ — Wassereintritt möglich

Preislich kein Schnäppchen

Trail-Check

Beim Grip macht dem DMR Vault niemand was vor. Das ist die kurze Version. Die lange: Dual-konkave Plattform, 11 FlipPins, große Selbstreinigungs-Öffnungen — auf einem matschigen Wurzelteppich klebst du oben drauf, während andere Pedale mit weniger Pinfläche und engerer Konstruktion schon nachgeben. Die 8,8/10 sind doppelt fachmedien-belegt, das ist im Vergleichsfeld der härteste Beleg, den du kriegen kannst. Und die FlipPin-Funktion ist ein echter Trail-Vorteil: Aggressive Pin-Position für nasse Tage, die zahmere Variante für trockenes Geläuf — das stellst du in zehn Minuten um.

Der Preis dafür steht beim Lagersystem. 6,2/10 ist im Vergleich zum Hope F22 (9,2) ein klarer Rückschritt. DU-Gleitlager plus ein Kugellager ist bewährt, aber die Dichtung ist dokumentiert schwach — ENDURO bringt es auf den Punkt: lässt sich zur Seite schieben. Wasser und Schmutz finden den Weg rein. Im Gegenzug ist die Wartbarkeit mit 9,0/10 die stärkste im gesamten Test. Ersatzlager, Ersatzachsen, Ersatzpins — alles seit Jahren verfügbar, alles mit Standardwerkzeug zu tauschen. Wer regelmäßig schraubt, hat das System im Griff.

Beim Gewicht zieht der Vault gegenüber dem Hope F22 und dem Stamp 1 Gen 2 den Kürzeren. Rund 430 g spürst du im Pedaltritt — nicht dramatisch, aber messbar. Die Plattformgeometrie (7,8/10) ist solide, das Pedal baut höher als der ultraflache Stamp 1 Gen 2. Auf wirklich technischem Felsterrain mit häufigen Pedalschlägen ist das ein Punkt, den du mitdenken solltest.

Klare Kaufempfehlung für Grip-Maximalisten, die das Lagerthema im Auge behalten und bereit sind, regelmäßig zu warten. Wer dauerhaft im Nassen fährt und nichts schrauben will, ist beim Hope F22 besser aufgehoben.

Praxis-Tipp: Dreh die FlipPins von Anfang an auf die aggressive Seite. Stumpfen sie ab, drehst du auf die scharfe Seite — dann hast du quasi neue Pins, ohne neue zu kaufen. Doppelte Lebensdauer ohne Aufpreis.

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7,8

Crankbrothers Stamp 1 Gen 2 Plattformpedale

Flachstes und leichtestes Pedal im Test — der Geometrie-King zum Kampfpreis.

Nach dem 430-g-Klotz von DMR wirkt das Crankbrothers Stamp 1 Gen 2 wie ein anderes Spielzeug: 321 g in Größe S, 13,5 mm Bauhöhe — beides Bestwerte im Test. Der Kunststoffkörper ist relativ leicht und das True-Concave-Design ist identisch mit dem teureren Stamp 7. MTB-News bringt den Unterschied zur ersten Generation auf den Punkt mit „himmelweit“. Der Achsbuckel, der das alte Stamp 1 ruiniert hat, ist weg. Was bleibt, ist eine Pedal-Geometrie auf Topniveau zu einem Drittel des Hope-Preises.

Vorteile

Flachstes Pedal im Test (13,5–15,5 mm) — maximale Bodenfreiheit auf Felsterrain

Leichtestes Pedal im Test mit 321 g (Größe S)

True-Concave identisch mit Stamp 7 — Achsbuckel der Vorgängerversion komplett eliminiert

Zwei Größen S/L decken Schuhgröße 37–49 ab — auch für große Füße eine große Plattform verfügbar (Größe L)

Einfachster Heimservice: Achsausbau mit 2,5-mm-Inbus, Rebuild-Kit verfügbar, 5 Jahre Garantie

Nachteile

Nylon-Oberfläche liefert auf Schlamm-Terrain weniger passiven Grip als Pedale aus Alu

Nur IGUS-Gleitlager ohne Kugellager — Serviceintervall 50–75 Fahrstunden

10 Pins — solide, aber nicht auf Vault-Niveau

Trail-Check

Was bringt das beste Lagersystem, wenn dein Pedal ständig auf Steinen aufschlägt? Genau das ist das Argument für das Stamp 1 Gen 2. 13,5 bis 15,5 mm Bauhöhe sind im Test einsame Spitze — der DMR Vault baut spürbar höher, der Hope F22 ebenfalls. Auf einem felsigen Trail mit häufigen Pedalkontakten zahlt sich das jedes Mal aus. Die 9,0/10 in der Plattformgeometrie sind der höchste Score im gesamten Kriterium, und das ist verdient. Dazu die zwei Größen, die Schuh 37 bis 49 abdecken — keine andere Marke im Test bietet diese Bandbreite.

Der Grip ist die Schwachstelle. 7,2/10 ist solide, aber im Vergleich zum DMR Vault (8,8) merkst du den Unterschied auf nassem Wurzelgeläuf: Nylon hat weniger Eigengrip als die strukturierte Alu-Oberfläche der Konkurrenz. Die 10 Sechskant-Pins arbeiten gut, aber die Gesamtfläche fühlt sich auf Schlamm weniger zupackend an. Wer überwiegend trocken fährt, merkt davon wenig. Wer Schlamm und Nässe als Standard hat, sollte zwei Mal hinschauen.

Beim Service punktet das Pedal mit der einfachsten Mechanik im Test (8,5/10 Wartbarkeit). Achse mit 2,5-mm-Inbus rausschrauben, Pins von hinten ohne Spezialwerkzeug tauschen, Rebuild-Kit inklusive Auspresswerkzeug bestellbar, fünf Jahre Garantie obendrauf. Im direkten Vergleich zum Hope F22 mit seinem HTT186-Werkzeug ist das ein anderer Liga-Komfort. Das Lagersystem (6,8/10) ist dafür einfacher gestrickt — IGUS-Gleitlager ohne Kugellager bedeutet nach 50 bis 75 Fahrstunden Serviceintervall. Für aktive Fahrer ist das ein Termin pro Saison, der sich aber dank des einfachen Zugangs schnell erledigen lässt.

Klare Kaufempfehlung für Fahrer, die Bodenfreiheit und Gewicht über Schlamm-Maximalgrip stellen. Vor allem mit großem Schuh oder kleinem Fuß ein Treffer, weil nichts anderes im Test diese Größenspreizung liefert. Wer Schlammspezialist ist, greift zum Vault. Wer Lager-Premium will, zum Hope F22.

Praxis-Tipp: Bestell direkt das Rebuild-Kit (~30 €) mit. Das enthält das Auspresswerkzeug, das du beim ersten Lagerservice eh brauchst — und einzeln wird’s am Ende teurer.

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7,0

Reverse Components Escape Pro Plattformpedale

22 Pins pro Seite und Herstellerservice — der Konfigurations-King mit deutschem Service-Backing.

Das Reverse Components Escape Pro spielt eine eigene Karte: 22 Pins pro Seite, individuell in Material und Länge konfigurierbar, dazu ein deutscher Herstellerservice inklusive Rückversand. Das Alu-Pedal hat klar definierte Stärken — und eine Einschränkung, die du je nach Schuhgröße auf dem Schirm haben solltest. Mit 100 x 100 mm baut das Escape Pro die kompakteste Plattform im Test, und das ist der Punkt, an dem es für Fahrer mit großen Füßen eng wird.

Vorteile

22 Pins pro Seite — höchste Pin-Anzahl im Test, in Material und Länge anpassbar

Herstellerservice 25 € inkl. Rückversand DE — niedrigschwelligste Serviceoption im Test

Deutsches Markenprodukt mit klarer Servicestruktur

Nachteile

Kompakteste Plattform im Test (100 x 100 mm) — für Schuhgröße 46+ knapp

Standard-Lagerkonfiguration ohne dokumentierte Langzeitstabilität

Trail-Check

Auf dem Datenblatt sieht das Escape Pro stark aus, und das spiegelt sich auch im Trail wider. 22 Pins sind doppelt so viele wie beim DMR Vault, dazu kannst du Pins aus Alu oder Stahl in verschiedenen Längen kombinieren — der höchste Konfigurations-Spielraum im Test. Wer gerne am Setup feilt und die Pin-Aggressivität an Schuh und Trail anpasst, bekommt hier ein Pedal, das bei keinem Mitbewerber so weit mitgeht. Die 7,5/10 Grip sind fair angesetzt: solide Pin-Dichte auf konkaver Plattform, das funktioniert.

Bei der Plattformgeometrie (6,5/10) wird’s enger. 100 x 100 mm ist die kompakteste Standfläche im Test — für Schuhgröße 46 und aufwärts knapp. Im Vergleich zum Stamp 1 Gen 2 (Größe L: 114 x 111 mm) verlierst du spürbar Standfläche. Wer kleinere Füße hat, kommt damit klar; wer Größe 47 fährt, sollte vorher abmessen oder zur Stamp 1 Gen 2 in Größe L greifen. Die 15 mm Bauhöhe sind solide, aber kein Bestwert.

Wo Reverse einen echten Differenzierungsvorteil ausspielt, ist der Service. Das Pedal für 25 € einschicken, gewartet zurückbekommen — das ist die einfachste Lösung im Vergleich für alle, die nicht selbst schrauben wollen. Beim DMR Vault musst du den Heimservice selbst stemmen oder einen Mechaniker zahlen, beim Hope F22 brauchst du das Spezialwerkzeug. Reverse hat hier eine Lösung, die im deutschen Markt funktioniert. Der Lagerwert (6,0/10) bleibt solide ohne Auffälligkeiten — Industrielager plus IGUS-Gleitlager ist Standard, vergleichbar mit Shimano.

Klare Kaufempfehlung für Bastler mit kleinen bis mittleren Füßen, die maximale Pin-Konfigurierbarkeit und unkomplizierten Herstellerservice schätzen. Wer Schuhgröße 46+ fährt, ist beim Stamp 1 Gen 2 in Größe L besser aufgehoben.

Praxis-Tipp: Bestell direkt einen zweiten Pin-Satz mit. Bei 22 Pins pro Seite verlierst du im Trail garantiert mal welche — und Reverse bietet die Pins separat in verschiedenen Längen an, damit du die Aggressivität nachjustieren kannst.

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6,1

Shimano PD-GR500 Zee Plattformpedale

Bewährter Alltagshobel mit Service-Vorteil — fürs technische Trail/Enduro aber zu schwer und zu wenig Pin.

Shimano hat hier ein Alltagspedal gebaut, das Millionen Fahrer im Einsatz haben — und genau das ist die Stärke. Aber im Trail- und Enduro-Kontext zieht das PD-GR500 zwei rote Karten: 533 bis 535 g sind rund 100 bis 200 g mehr als die gesamte Konkurrenz im Test, und 9 Pins pro Seite sind die niedrigste Pin-Anzahl im Vergleichsfeld.

Vorteile

Shimano-Serviceinfrastruktur weltweit — Ersatzteile bekommst du überall

Ersatzpins ab 3,99 € — günstigste im Test

Wartungsarme Lagerung — jährliches Fetten reicht, kein Heimservice nötig

Nachteile

Mit Abstand schwerstes Pedal im Test — 100 bis 200 g über allen Mitbewerbern

Niedrigste Pin-Anzahl (9 pro Seite)

Kein Rebuild-Kit — nicht für regelmäßigen Heimservice ausgelegt

Aluminium-Körper lackiert statt CNC-gefräst — Optik & Haptik klar unter dem Testfeld

Trail-Check

533 g pro Pedal sind im Trail/Enduro-Kontext kein Detail, sondern ein kaufentscheidender Faktor. Im direkten Vergleich zum Stamp 1 Gen 2 (321 g) trägst du fast die doppelte Pedalmasse mit. Das spürst du im Trägheitsmoment beim schnellen Fußumsetzen, beim Pedalschlag im Felsgeläuf, am Ende eines langen Trail-Tages in den Beinen. Die 4,5/10 in der Plattformgeometrie sind im gesamten Test die niedrigste Bewertung — und sie kommt nicht aus willkürlicher Härte, sondern aus dem Gewichtsproblem.

Beim Grip macht es das Pedal nicht wett. 9 Pins mit 3-stufiger Höhenverstellbarkeit sind funktional, aber im Vergleich zum DMR Vault (11 FlipPins beidseitig) oder Reverse Escape Pro (22 Pins) fällt die Pinfläche deutlich ab. Die 6,0/10 reflektieren das. Eine leicht konkave Aufstandsfläche ist da, hilft auf trockenem Trail, kommt im technischen Nass aber an ihre Grenzen. Was hier fehlt, ist der unabhängige Fachmedientest, der das Pedal explizit fürs Enduro-Geläuf qualifizieren würde — den gibt es schlicht nicht.

Wo das PD-GR500 punktet, ist der Service-Pragmatismus. Das Lagersystem (6,8/10) ist abgedichtet und braucht nur jährliches Fetten — keine 50-Stunden-Intervalle wie beim Stamp 1 Gen 2, kein Spezialwerkzeug wie beim Hope F22. Dazu die Shimano-Serviceinfrastruktur, die du auch im hintersten Alpental noch findest. Wer ein Pedal sucht, das einfach läuft, kaum Aufmerksamkeit braucht und gegen das die ganze Welt Ersatzteile hat, bekommt das hier.

Bedingte Kaufempfehlung. Für gelegentliche Trail-Touren auf moderatem Geläuf und mit Fokus auf Markenzuverlässigkeit ein vertretbarer Kauf. Für regelmäßigen technischen Trail- oder Enduro-Einsatz ist jedes andere Pedal im Test die bessere Wahl — bei vergleichbarem Preis liefert das Stamp 1 Gen 2 deutlich mehr Performance. Beim Reverse Escape Pro bekommst du mehr Pin-Fläche fürs gleiche Geld.

Praxis-Tipp: Lass das Pedal jährlich neu fetten — das verlängert die Lagerlebensdauer dramatisch. Shimano-Lager sind robust, aber sie laufen trockener nach einer Saison im Schlamm. Fett rein, weiterfahren.

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MTB Flatpedal Test: Vergleichstabelle

ProduktGesamtscoreGrip & TraktionPlattformgeometrie & BodenfreiheitLagersystem & LaufruheWartbarkeit & Ersatzteile
Hope F228,58,58,59,27,5
DMR Vault8,18,87,86,29,0
Crankbrothers Stamp 1 Gen 27,87,29,06,88,5
Reverse Components Escape Pro7,07,56,56,08,0
Shimano PD-GR500 Zee6,16,04,56,87,8

So vermeidest du einen Fehlkauf bei MTB Plattform-Pedalen

Viele Biker kaufen das Shimano PD-GR500, weil der Preis stimmt und die Marke vertraut wirkt — auf dem Trail merkst du dann, dass über 530 g pro Pedal im Trägheitsmoment ankommen und das Fahrgefühl mit 9 Pins auf nassem Wurzelteppich nicht das hält, was Pedale mit doppelter Pin-Anzahl liefern. Genauso problematisch: das Reverse Escape Pro für Schuhgröße 47 zu kaufen — die 100 x 100 mm Plattform ist schlicht zu kompakt, hier greifst du besser zum Stamp 1 Gen 2 in Größe L. Und wer beim DMR Vault dachte, die 20 Jahre Modellhistorie würden sich auch in der Lagerdichtung niederschlagen, wird nach der ersten matschigen Saison mit knirschenden Lagern eines Besseren belehrt.

Bei der Priorisierung der Kaufkriterien lohnt sich klares Denken. Grip ist mit 40 % das härteste Kriterium — ein Pedal mit mittelmäßiger Bauhöhe, aber Top-Grip ist auf dem Trail wertvoller als das umgekehrte Setup. Bodenfreiheit (25 %) wird oft unterschätzt, bis du auf felsigem Singletrail dauernd aufsetzt. Beim Lagersystem (20 %) entscheidet der Einsatzbereich: Wer regelmäßig im Nassen fährt, zahlt sich Premium-Lager nach Monaten aus — billige Lager kosten dich den Pedalwechsel nach einer Saison. Wartbarkeit (15 %) klingt nach Pflicht, ist aber Trumpf, wenn du Ersatzteile in fünf Jahren noch bekommen willst.

Drei technische Begriffe, die im Datenblatt stehen — und was sie auf dem Trail wirklich bedeuten:

  • True-Concave-Design: Die Plattform ist in der Mitte tiefer als am Rand — eine konvexe Form wäre Gift fürs Pedalgefühl, hier liegt dein Plattformpedal-Schuh wie in einer flachen Schale, der Fuß auf dem Pedal kann nicht zur Seite verrutschen.
  • FlipPin-System: Pins mit zwei unterschiedlichen Längen pro Seite — du drehst sie je nach Trail-Bedingungen für mehr oder weniger Pin-Aggressivität.
  • IGUS-Gleitlager: Wartungsarmes Polymer-Lager statt Kugellager — leichter und günstiger, hält aber kürzere Serviceintervalle als doppelte Kugellager-Systeme.
Flat Pedal Testsieger: entdecke die besten Enduro Mountainbike Plattform Pedale

Meine persönliche Empfehlung für deine Kaufentscheidung bei MTB Flatpedals

Pedale sind die Schnittstelle zwischen dir und dem Bike. Auf einem Trail, der ins Steile dreht, auf nassem Wurzelteppich, in einer Spitzkehre mit Felsuntergrund — genau da entscheidet sich, ob du oben drauf bleibst oder vom Schuh rutschst. Ein schlechtes Pedal merkst du nicht, wenn du auf dem Schotterweg pedalierst. Du merkst es im Moment, wo du es brauchst. Und dann ist es zu spät.

Was zeigen die Testergebnisse? Drei klare Linien. Erstens: Grip ist nicht gleich Grip. Der Sprung vom DMR Vault (8,8) auf das Shimano PD-GR500 (6,0) ist nicht akademisch — das sind zwei verschiedene Welten auf nassem Geläuf. Zweitens: Lagerqualität ist im Vergleichsfeld der größte Differenzierer überhaupt. Zwischen dem Hope F22 (9,2) und dem Reverse Escape Pro (6,0) liegen Jahre an Trail-Tauglichkeit. Drittens: Bodenfreiheit und Gewicht trennen sich messbar — das Stamp 1 Gen 2 mit 321 g und 13,5 mm Bauhöhe spielt geometrisch in einer eigenen Liga gegenüber dem 533 g schweren Shimano. Was die Spitze vom Mittelfeld trennt, ist nicht ein einzelnes Topfeature, sondern die Konsistenz über alle vier Kriterien hinweg.

Wenn mich ein Kumpel fragt, empfehle ich das Hope F22. Punkt. Das beste Lagersystem im gesamten Test — und zwar mit deutlichem Abstand —, dazu ein asymmetrisches Dom-Profil, das innen schmaler läuft für Kurbelbodenfreiheit und außen die Standfläche liefert, wo du sie brauchst. 362 g trotz CNC-Vollfräsung. Konsistente Fachmedien-Bestätigung von ENDURO, MTB-News und Pinkbike. Wer einmal in Premium investiert und über Jahre Ruhe haben will, kauft hier.

Wer Grip-Maximalleistung über alles stellt, greift zum DMR Vault — mit dem klaren Bewusstsein, dass die Lagerdichtung der Schwachpunkt bleibt und du im Tausch für die einzigartigen FlipPins regelmäßig nachölen oder warten musst. Wer maximale Bodenfreiheit und niedriges Gewicht priorisiert oder eine Schuhgröße außerhalb der Norm fährt, greift zum Crankbrothers Stamp 1 Gen 2 — mit dem klaren Bewusstsein, dass die Nylon-Plattform auf extremem Schlamm gegenüber Pedalen aus Alu Grip einbüßt. Ganz ehrlich: Drei starke Pedale für drei klare Prioritäten. Den Rest lass im Regal stehen.

Plattform Pedale Test: die Vorteile von Plattformpedalen auf dem Trail

Wie Eingangs erwähnt, bieten Flatpedals auf MTB-Enduro Touren ein paar Vorteile gegenüber den anderen Plattformen. Besonders gegenüber Klickpedalen. Hier sind fünf der wichtigsten Vorteile für die Plattform Pedale im Test:

  1. Einfache Handhabung: Ein toller Pluspunkt bei MTB-Plattformpedalen: Sie sind mega einfach zu nutzen. Ohne Klicksystem steigst du schnell runter und wieder rauf. Das hilft riesig, besonders wenn’s knifflig wird oder du schnell stoppen musst.
  2. Verbesserte Balance und Kontrolle: Plattformpedale lassen deinen Fuß frei. So gewinnst du bessere Balance und Kontrolle. Gerade auf wildem oder steilen Trails ist das goldwert, weil du flexibel bleiben kannst.
  3. Sicherheit: Wenn du stürzt oder es brenzlig wird, kannst du schnell den Fuß vom Pedal ziehen. Das mindert das Risiko, dich zu verletzen und macht dich sicherer. Bei steilen Abfahrten kann ein Flatpedal auch deine Nerven beruhigen.
  4. Komfort: Plattformpedale machen das Fahren auf langen Strecken bequemer. Sie verteilen den Druck gleichmäßig auf die Fußsohle, was weniger Druckstellen bedeutet.
  5. Haltbarkeit auf Schiebepassagen: Klickpedale brauchen spezielle Schuhe. Diese Schuhe haben unten Cleats, die sich schnell abnutzen können. Besonders bei Schiebepassagen geht das schneller als du denkst. Dann funktionieren sie schlechter oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr. Auch der Bodenkontakt dieser Schuhe ist durch die Bauart nicht ideal: Sie rutschen leichter weg und sind beim Gehen nicht so bequem.

Flatpedals bringen klare Vorteile auf Singletrails: schnell den Fuß absetzen bei kniffligen Passagen, keinen Halt verlieren bei Stürzen und leichter schieben, wenn’s sein muss. Entdecke unten im Artikel die Top Enduro Mountainbike Plattform Pedale im Test.

Gibt es auch Nachteile?

Plattformpedale sind nicht in jeder Situation, für jeden Fahrstil und Mountainbiker die erste Wahl. Hier sind die fünf wichtigsten Nachteile der Plattform Pedale im Test auf Mountainbike-Touren:

  1. Weniger effiziente Kraftübertragung: Wenn deine Schuhe nicht in die Pedale eingeklickt werden, verlierst du Effizienz. Es kostet mehr Kraft, dieselbe Geschwindigkeit oder Leistung zu erreichen, als mit Klickpedalen. Bei langen Bergfahrten oder Marathons kann das zu einem spürbaren Nachteil werden, weil deine Füße nicht fest mit den Pedalen verbunden sind.
  2. Minderung der Pedalierkonsistenz: Wenn deine Füße lose auf dem Pedal stehen, ist es oft schwer, rund und optimal zu treten. Das schwächt definitiv deinen Antrieb und macht dich schneller müde. Besonders Klickpedale helfen, indem sie etwa das Hochziehen beim Treten erlauben – was du mit Plattformpedalen nicht schaffst.
  3. Mehr Gewicht: Plattformpedale wiegen mehr als Klicksysteme. Dieses Extra an Gewicht kann auf langen, schnellen Strecken spürbar werden und die Leistung deiner Performance beeinträchtigen. Besonders für XC-, Marathon- oder Wettkampfbiker sind Klickpedale meist die bessere Wahl.
  4. Verletzungsrisiko durch Pins: Die spitzen Pins auf den Pedalen bieten zwar Halt, können aber wehtun, wenn sie auf Schienbeine oder Waden treffen. Besonders, wenn du ausrutschst oder das Pedal falsch erwischt.
  5. Geringerer Halt bei hohen Geschwindigkeiten und technischen Passagen: Flatpedals können bei Tempo weniger Halt geben, vor allem, wenn deine Schuhe nicht für sie gemacht sind. Das kann bewirken, dass deine Füße verrutschen und du die Kontrolle verlierst. Besonders in schwierigem Gelände, wie bei steilen Anstiegen oder schnellen, ruppigen Abschnitten, haben Klickpedale große Vorteile. Da rutschen deine Füße nämlich weniger leicht weg.

Trotz dieser Nachteile sind Plattformpedale ganz klar meine Empfehlung für MTB-Touren in den Alpen. Speziell für Anfänger, Freerider oder solche, die sich in technisch herausforderndem Terrain bewegen.

Flat-Pedal Test: Die große Test der besten Flat-Pedals für Enduro-Touren und Alpenüberquerungen

Häufige Fragen zu MTB Plattform-Pedalen

Was sind überhaupt Flatpedale, bzw. Plattformpedale?

Ein Flatpedal fürs Mountainbike, oft Plattformpedal genannt, bietet eine große, flache Fläche. Da musst du deinen MTB-Schuh nicht einklicken, sondern kannst ihn einfach draufstellen. Anders als Klickpedale, auf die du deinen Schuh fest einklicken musst, haben Flatpedals Pins – das sind kleine Metallstifte. Diese Pins greifen in die Gummisohle deines Schuhs und sorgen so für einen enormen Halt. Selbst bei Regen oder Matsch rutschen deine Füße nicht weg. Aber Vorsicht bei der Wahl der Pins: Zu hohe oder zu viele können böse enden, zu wenige oder zu flache gefährden deinen Halt. Es gilt, die perfekte Mitte zu finden für sicheres und freudvolles Biken.

Benötige ich für MTB Flatpedals besondere Schuhe?

Brauchst du spezielle Schuhe für Plattformpedale? Nicht zwingend, aber es ist klug, MTB-Schuhe mit speziellen Sohlen zu wählen. Normale Schuhe leiden nämlich schnell unter den Pins von Plattformpedalen. Besonders wenn sie weiche Gummisohlen haben, verschleißen sie durch lange Pins schnell. Im Gegensatz dazu sind spezielle Flatpedal-Schuhe mit einer robusten Gummimischung gemacht. Sie sind griffig und bieten dadurch nicht nur maximal Halt und verhindern ein Abrutschen, sondern schützen auch deine Füße besser – dank verstärktem Zehen- und Fersenbereich. Ein guter Flatpedal-Schuh gibt dir also nicht nur mehr Grip, sondern sorgt auch für deine Sicherheit und dafür, dass die Schuhe länger halten. Es lohnt sich also, hier zu investieren.

MTB Plattformpedale Test: Plattform Pedale - welche MTB-Schuhe passen?

Sollte ich auch auf die Pedalgröße, bzw. Standfläche achten?

Ja, die richtige Pedalgröße für dein Mountainbike zu finden, ist super wichtig. Passt der Pedalkörper zu deiner Schuhgröße? Dann nur dann hast du einen guten Stand auf dem Pedal und kannst deine Kraft voll aufs Pedal bringen. Überleg auch, wo du fährst. Auf Enduro-Trails sind größere Pedale spitze. Probier ein paar aus, um das perfekte Plattform Pedal für dich zu entdecken. Mit unserem MTB Plattform Pedal Test findest du bereits eine erste Orientierung für ein geeignetes Pedal.

Wie oft muss ich die Lager an meinen MTB Plattform-Pedalen warten?

Hängt komplett vom Lagersystem ab. Beim Crankbrothers Stamp 1 Gen 2 mit IGUS-Gleitlager liegt das Serviceintervall bei 50–75 Fahrstunden — für aktive Fahrer ein Termin pro Saison. Das Hope F22 mit drei Patronenlagern plus IGUS und doppelter Dichtung läuft deutlich länger ohne Service. Faustregel: Sobald das Pedal seitliches Spiel zeigt oder beim Drehen knirscht, ist Servicezeit. Ignorieren kostet die Achse.

Welche Pin-Länge ist die richtige für meine MTB Flatpedals?

Standard-Pins zwischen 4 und 6 mm decken 90% aller Trail-Situationen ab. Längere Pins (6+ mm) wie beim DMR Vault in FlipPin-Aggressiv-Stellung liefern mehr Grip auf nassem Geläuf, kosten dich aber Schienbeinhaut bei jedem Pedalkontakt. Beim Reverse Escape Pro kannst du die Längen pro Pedalseite mischen. Praxis-Tipp: Starte mit der mittleren Länge, geh nur länger, wenn du auf wirklich aggressivem Geläuf wegrutschst.

In welche Richtung werden Flat-Pedale abgeschraubt?

Ist ein Composite Pedal wie das Stamp 1 Gen 2 wirklich trail-tauglich?

Ja, je nach Einsatzzweck mit Einschränkung. Das True-Concave-Design des Stamp 1 Gen 2 ist identisch mit dem teureren Stamp 7 — geometrisch kein Kompromiss. Auf trockenem und mittelfeuchtem Geläuf hält das Pedal absolut mit. Auf extremem Schlamm-Terrain merkst du, dass die Nylon-Oberfläche weniger passiven Eigengrip liefert als die strukturierten Alu-Plattformen vom DMR Vault oder Hope F22. Für 90% aller Trail-Situationen reicht es trotzdem.

Wie wichtig ist das Pedalgewicht im Trail-Einsatz wirklich?

Wichtiger als viele denken. Zwischen dem 321 g leichten Stamp 1 Gen 2 und dem 533 g schweren Shimano PD-GR500 liegen über 400 g am Bike, wenn du beide Pedale rechnest. Das spürst du im Trägheitsmoment beim schnellen Fußumsetzen, beim Pedalschlag im Felsgeläuf und am Ende eines langen Trail-Tages in den Beinen. Im Trail/Enduro-Kontext ist das kein Detail, sondern ein echter Kauffaktor.

Was ist der Unterschied zwischen MTB Plattform-Pedalen und Klickpedalen auf Trails?

Plattform-Pedale lassen den Fuß frei — du löst dich in einer Spitzkehre instinktiv, kannst in der Luft korrigieren und steigst bei einem Sturz sofort vom Bike. Klickpedale binden den Fuß ein über eine feste Verbindung, geben mehr Effizienz beim Bergauffahren und Pedaltritt-Power. Im technischen Trail- und Enduro-Einsatz greifen viele Fahrer bewusst zu Plattform-Pedalen wegen der schnellen Fußabsetz-Option. Pin-Grip auf weicher Sohle ersetzt 90% des Klick-Halts — nur in Highspeed-Sektionen merkst du den Unterschied.

In welche Richtung werden Flat-Pedale abgeschraubt?

Zum Abschrauben von Flatpedals muss man beachten, dass die Pedale unterschiedliche Gewindetypen haben:

Rechtes Pedal (Antriebsseite):

Dieses Pedal hat ein normales, rechtsdrehendes Gewinde (Standardgewinde). Zum Abschrauben wird das rechte Pedal gegen den Uhrzeigersinn gedreht.

Linkes Pedal (Nicht-Antriebsseite):

Dieses Pedal hat ein linksdrehendes Gewinde (umgekehrtes Gewinde), um zu verhindern, dass sich das Pedal während der Fahrt von selbst lockert. Zum Abschrauben wird das linke Pedal im Uhrzeigersinn gedreht.

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So „testen“ wir bei Ride With Love

Wir möchten dir mehr bieten als nur eine oberflächliche Meinung über Mountainbike-Ausrüstung. Unsere Testberichte sind das Ergebnis einer sorgfältigen Mischung aus Praxis, Fachwissen und Community-Feedback. Aber wie entstehen unsere Testberichte bei Ride With Love?

Wir sind keine Wissenschaftler und haben auch nicht den Anspruch eines objektiven oder laborbasierten Testszenarios. Bei „Ride With Love“ geht es um die praktische, bodenständige Wahrheit direkt von den Trails. Unsere „Test-Ergebnisse“ sind subjektive Einschätzungen, geformt durch unseren Geschmack und unseren Fahrstil: MTB Enduro. Und das Beste? Wir lassen uns nicht von Werbegeldern oder sonstigen finanziellen Verpflichtungen beeinflussen. Unsere Meinung ist so frei wie ein Singletrail durch die Alpen.

Also, wenn du auf der Suche nach unverfälschten, praxisnahen und kompromisslosen Testberichten bist, bist du bei „Ride With Love“ genau richtig. Draufklicken, lesen, rausfahren!

1. Echte Erfahrungen auf Mountainbike Touren von Mountainbike-Guides

Wir sind selbst leidenschaftliche Enduro-Mountainbiker und MTB-Guides. Unsere Praxis-Bewertungen stammen also direkt von den besten Trails der Alpen. Ob es die Strapazierfähigkeit eines Durchschlagsschutz oder die Atmungsaktivität einer Jacke ist, wir haben das Material auf den härtesten MTB-Touren und Alpenüberquerungen getestet. Kurz gesagt: Wir bieten dir Erfahrung, die unter den Reifen gekommen ist. Aus der Praxis, für die Praxis. Der Nachteil: diese echte Erfahrung ist subjektiv.

2. Fundierte Recherchen von Testberichten etablierter Fachmedien

Du denkst, wir setzen nur auf unser Bauchgefühl? Fehlanzeige! Wir beziehen uns auch auf anerkannte Fachmagazine. Liest du gerne „Pinkbike“ oder „MTB News“? Wir auch! Und wir fischen die besten Insights für dich heraus und geben dir transparent & penibel unsere Quellen an. So kreieren wir ein ganzheitliches Bild, das über die Grenzen unserer subjektiven Erfahrungen hinausgeht.

3. Ergänzung des kollektiven Wissens der Mountainbike-Community

Nicht nur wir, sondern auch du hast eine Menge Erfahrungen gesammelt über das Material, das du nutzt. Foren & Produktbewertungen sind voll mit diesem Feedback und Wissen. Wir tauchen in diese Tiefen ein und ziehen die Pros & Cons hervor. Anschließend weben wir sie in unsere Berichte ein. Die Community ist unser dritter Baustein, der unsere Perspektive und Testberichte erweitert.

Magnus Schmidt | Ride With Love Mountainbike-Guide
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Magnus Schmidt

Magnus Schmidt ist professioneller Mountainbike Guide und im Herzen der Alpen zu Hause. Magnus‘ Spezialität? Atemberaubende MTB-Alpenüberquerungen und Mehrtagestouren mit hohem Singletrailanteil. Er weiß, was du brauchst – vom perfekten Enduro-Bike bis zur optimalen Ernährung. Unter dem Namen „Ride With Love“ schreibt er nicht nur Berichte, sondern erstellt individuelle MTB-Touren inkl. GPX-Daten und Roadbooks, die mehr sind als nur PDFs – sie sind der Schlüssel zu deinem nächsten Abenteuer. Seine Tests basieren auf echten Erfahrungen, ergänzt durch das kollektive Wissen der Mountainbike-Community.

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