„Was, mit einem Enduro MTB auf einen Alpencross??!“ – klingt verrückt? Vielleicht. Aber genau das ist es, was den Reiz ausmacht. Wer richtig Bock auf Trails hat und trotzdem nicht auf lange Etappen verzichten will, für den ist das beste Enduro MTB kein Widerspruch, sondern die perfekte Verbindung aus Freiheit, Flow und Funktion. Ein klassischer Alpencross ist kein Wellness-Wochenende. Es geht rauf, runter, rauf – über Pässe, Wurzelfelder, Felsstufen und Spitzkehren, die dich nachts im Traum verfolgen. Hier brauchst du ein Bike, das mehr kann als „nur“ Tour – du brauchst ein echtes Trailbiest mit Klettergenen.
Ein modernes Enduro Mountainbike bringt genau das mit: massig Federweg, bissige Bremsen, eine abfahrtsorientierte Geometrie – und, wenn du es richtig auswählst, auch eine Portion Leichtigkeit und Tourenkompetenz. Kurz: ein Bike, das dich nicht bremst, sondern pusht. In diesem Artikel findest du keine halbgaren Kompromisse – sondern unsere Auswahl der 6 besten Enduro MTBs für sportliche Tourenfahrer, die technische Trails, Höhenmeter und Mehrtagestouren lieben. Ready to ride?

Tourentaugliche Geometrie: was das beste Enduro Bike wirklich können müssen
Wer ein Enduro-Mountainbike für Touren sucht, braucht nicht nur bergab Kontrolle – sondern vor allem auch bergauf Effizienz. Und genau da wird’s kompliziert: Denn viele Werte beeinflussen das Handling auf technischen Trails und die Klettereigenschaften auf langen Etappen. Geometrie ist also kompliziert und die Maße der Modelle sind aufwändig zu vergleichen.
Unterscheiden sich die Bikes nur in Details, hilft unser Tourentauglichkeits-Score, genau diese feinen Unterschiede sichtbar zu machen – etwa beim Sitzwinkel, der Reach-Länge oder der Geometrieverstellung. Was auf dem Papier ähnlich aussieht, fährt sich in der Praxis oft komplett anders. Das beste Enduro Bike findest du so sehr schnell und einfach.
Test Enduro MTB mit dem Ride With Love Tourentauglichkeits-Score
| Kriterium | Optimalbereich für sportliche Tourenfahrer | Punktebereich | Gewichtung |
|---|---|---|---|
| Sitzwinkel | 76,5° – 77,9° → effizient bergauf | 0–25 Pkt | Sehr hoch |
| Lenkwinkel | 64,5° – 65,5° → Stabilität + Wendigkeit | 0–20 Pkt | Hoch |
| Reach (Größe L) | 470 – 485 mm → sportlich, zentral | 0–15 Pkt | Mittel |
| Stack (Größe L) | 620 – 640 mm → aufrechter, aber effizienter Oberkörper | 0–10 Pkt | Mittel |
| Kettenstrebenlänge | 435 – 445 mm → Laufruhe bergab, Traktion bergauf | 0–10 Pkt | Mittel |
| Radstand | 1235 – 1275 mm → stabil, aber nicht träge | 0–10 Pkt | Mittel |
| Geometrieverstellung (z. B. Flip Chip) | Vorhanden = +10 Bonuspunkte | 0 / +10 Pkt | Bonus |
So liest du unseren Tourentauglichkeits-Score
Je höher der Score, desto besser ist das Bike im Testfeld für sportliche Tourenfahrer geeignet, die effizient bergauf pedalieren und sicher bergab rollen wollen. Folglich ist ein hoher Score Ideal für alpine Mehrtagestouren mit Trail-Fokus. Im Gegensatz dazu stehen Bikes, die klar auf Downhill Performance ausgelegt sind – sie bringen zwar viel Sicherheit bergab, fordern aber bergauf mehr Kraft und Ausdauer. Für reine Shuttle-Touren oder Bikepark-Einsätze können sie sinnvoll sein, auf einem Alpencross aber schnell zur Belastung werden.
Ein Score von 85+ Punkten bedeutet: Starke Eignung für sportliche Tourenfahrer mit Trailfokus
Ein Wert zwischen 70–85: Kompromissbike – gut auf vielen Trails, aber mit kleinen Schwächen auf langen Touren
Ein Score unter 70: Eher Gravity-orientiert, weniger geeignet für kletterintensive Touren
⚠️ Hinweis:
Der Score analysiert nur die geometrische Ausgangsbasis, keine Kinematik, kein Fahrwerk, kein subjektives Handling. Der Tourentauglichkeits-Score ersetzt keine Probefahrt, aber er hilft dir, das grundsätzliche Handling eines Bikes besser einzuschätzen: Sitzt du zentral im Rad? Reagiert das Bike ruhig oder nervös? Genau diese Faktoren entscheiden auf langen Touren oft über Spaß oder Frust.
Kaufkriterien: Worauf kommt es bei Enduro MTB im Test für Touren an?
- Fahrwerk & Federweg: min. 160 mm, sensibel & antriebsneutral
- Gewicht: realistisch <15,8 kg (tubeless)
- Geometrie: siehe Score – sportlich & effizient
- Material: Carbon für Gewicht, Alu für Robustheit
- Ausstattung: 4-Kolben-Bremsen & Dropper Post sind Pflicht
Die spannendsten Enduro-MTBs im Test – Unsere Auswahl
Wir haben nach Tourenpotenzial, Geometrie, Fahrwerk, Gewicht und Ausstattung ausgewählt. Marken wie Specialized, Propain, Scott, YT oder Giant wurden ebenfalls geprüft – doch oft fehlte es an Feinheiten, Gewicht oder Ausstattung für die Zielgruppe „sportliche Enduro MTB Tourenbiker“.
Ebenfalls fokussiert sich unsere Auswahl auf 29er Enduro mit hochwertigen Rahmen, durchdachter Geometrie und zuverlässiger Ausstattung – denn genau das brauchen die besten Enduro MTB im Test auf anspruchsvollen, mehrtägigen Touren. Billigere Modelle sind oft schwerer, schlechter gedämpft oder haben eine schwache Ausstattung. Für einen echten Alpencross ist Qualität keine Kür – sondern Pflicht. Unsere Liste ist daher fokussiert – nicht vollständig.
Bestes Enduro MTB: Alle Modelle im Überblick (2025)
Wenn du auf langen Etappen vorn sein willst – bergauf wie bergab – ist das Ibis HD6 GX AXS unser klarer Favorit. Du willst maximale Stabilität und Downhill-Power? Dann ist das RAAW Madonna V3 deine Wahl. Für Preisbewusste mit Anspruch: Yeti SB160 T3. Und wenn du Gewicht sparen willst: Last Tarvo V2.
| Modell | Testergebnis | Gewicht | Federweg (v/h) | Erhältlich bei |
|---|---|---|---|---|
| Ibis HD6 GX AXS | 9,6 / 10 | 15,2 kg | 180/165 mm | |
| RAAW Madonna V3 | 9,3 / 10 | 16,7 kg | 170/160 mm | |
| Yeti SB160 T3 | 9,2 / 10 | 15,3 kg | 170/160 mm | |
| Orbea Rallon M-Team | 9,1 / 10 | 15,4 kg | 170/160 mm | |
| Last Tarvo V2 | 9,0 / 10 | 14,5 kg | 170/160 mm | |
| Santa Cruz Nomad C | 8,9 / 10 | 15,6 kg | 170/170 mm |
🏆 Ibis HD6 GX AXS (Enduro MTB Testsieger)
Unsere Bewertung
9.6
Der alpine Allrounder mit Enduro-DNA
Das Ibis HD6 GX AXS setzt Maßstäbe in der Kategorie tourentaugliches MTB Enduro im Test. Mit satten 180 mm Federweg vorne und 165 mm hinten bietet es reichlich Reserven für grobes Gelände, bleibt dabei aber erstaunlich effizient im Uphill. Das Bike überzeugt durch ein sensibles Fahrwerk, ein solides Gesamtgewicht, durchdachte Komponenten – und durch eine Geometrie, die ideal auf sportliche Tourenfahrer abgestimmt ist. Vor allem der sehr steile Sitzwinkel sorgt für kraftsparende Klettereigenschaften. Trotz hohem Federweg bleibt das Bike agil und vielseitig – perfekt für anspruchsvolle Mehrtagestouren.
Vorteile
- Hochwertiges Fahrwerk mit sehr guter Traktion
- Tourenoptimierte Geometrie (Top-Score bei Sitzwinkel & Reach)
- Guter Kompromiss aus Federweg und Gewicht
- Top Ausstattung mit Dropper und 4-Kolben-Bremsen
Nachteile
- Innenverlegte Züge etwas aufwendig zu warten
- Kein integriertes Storage-System im Rahmen
| 6.099,00€ | ibiscycles.com | Zum Shop |
Unsere Meinung
Das Ibis HD6 bietet mit 180 mm Federweg an der Front und 165 mm am Heck das potenteste Fahrwerk im Testfeld – und das merkt man sofort auf dem Trail. Dank des bewährten DW-Link-Systems spricht das Fahrwerk extrem sensibel an, bleibt aber bergauf antriebsneutral und bietet hervorragende Traktion. Es fährt sich komfortabel, ohne schwammig zu wirken – perfekt für technische Abfahrten mit vielen Richtungswechseln und langen Wurzelpassagen.
Mit rund 15,2 kg in Größe L (tubeless, ohne Pedale) liegt das Ibis im oberen Mittelfeld – aber absolut im Rahmen für ein voll ausgestattetes Enduro mit großem Federweg. Das Gewicht ist gut austariert und fällt bergauf kaum negativ auf – nicht zuletzt dank der gelungenen Geometrie.
Diese bringt dem HD6 im Tourentauglichkeits-Score starke 89 von 100 Punkten ein: Der Sitzwinkel von 77° bringt dich zentral über das Tretlager (24/25 Punkten), während der Reach mit 480 mm (15/15 Punkten) sportlich, aber nicht überstreckt wirkt. Lenkwinkel, Stack, Kettenstreben und Radstand liegen alle im optimalen Bereich, einzig die fehlende Geometrieverstellung verhindert einen noch höheren Wert. Dennoch: Das Ibis ist ein top abgestimmter Allrounder für sportliche Tourenfahrer.
Der Rahmen besteht aus hochwertigem Carbon und wurde mit viel Liebe zum Detail verarbeitet. Er bietet ausreichend Reifenfreiheit, eine solide Kabelführung (wenn auch etwas fummelig) und wirkt extrem wertig. Features wie Storage-Optionen fehlen, dafür steht das Bike für klare Performance-Orientierung.
Die verbauten Bremsen – SRAM Code RSC in der GX AXS-Version – gehören zum besten, was es im Enduro-Segment gibt: kräftig, fein dosierbar und standfest auch bei langen Abfahrten mit Gepäck.
Die Dropper Post kommt ebenfalls von SRAM: Die kabellose Reverb AXS ist eine der hochwertigsten Stützen am Markt – leicht, zuverlässig, voll elektrisch. In Kombination mit dem restlichen AXS-Setup ergibt sich ein sehr aufgeräumtes Cockpit mit maximaler Bedienfreundlichkeit.
Test der Fachmagazine
Ohne Endnote
„…Das Zusammenspiel aus relativ langem Oberrohr und geringem Stack-Wert lassen die Sitzposition sportlich ausfallen. Beim Carbon-Rahmen hat Ibis nicht gekleckert, sondern geklotzt. Das Fully-Chassis hinterlässt einen extrem hochwertigen Eindruck. Im Preisbereich unter 8000 Euro zählt das Ibis zu den besten Modellen in der Enduro-Kategorie. Mit 25 Jahren fällt die Garantie üppig aus. Achtung bei der Größenwahl: Das Enduro von Ibis fällt klein aus.“
Testsieger
Mit dem Ibis HD6 GX AXS ist den Kaliforniern die perfekte Mischung aus Tradition und Moderne gelungen. Das Bike ist zwar nicht ganz billig und man muss auf ein Staufach im Unterrohr verzichten, startet man auf die Trails, kommt ihm allerdings kein anderes Bike hinterher. Es hat einerseits brutale Ballerqualitäten und massive Laufruhe, aber dennoch eine extrem hohe Agilität, die zusammen mit dem unglaublichen Fahrwerk nicht aufzuhalten ist. Als Bonus ist es auch eines der besten Bikes im Uphill. Testsieger!
🥈 RAAW Madonna V3 (Kauftipp)
Unsere Bewertung
9.3
Der robuste Trailpanzer für alpine Hardcore-Touren
Das RAAW Madonna V3 ist ein Bike für Fahrer, die keine Kompromisse bei Stabilität, Haltbarkeit und Downhill-Performance eingehen wollen – auch auf langen Mehrtagestouren. Es wiegt zwar mehr als die Konkurrenz, punktet aber mit einer überragenden Spurtreue, einem enorm robusten Alurahmen und einer fast schon wartungsfreien Ausstattung. Die Geometrie wurde perfekt auf den Toureneinsatz abgestimmt – mit zentraler Sitzposition, steilem Sitzwinkel und sehr laufruhigem Handling. Wer bereit ist, das Mehrgewicht zu treten, bekommt ein Bike, das in Sachen Zuverlässigkeit kaum zu toppen ist.
Vorteile
- Extrem laufruhig & stabil bei hoher Geschwindigkeit
- Sehr wartungsfreundlich: einfache Lagerung, langlebige Komponenten
- Top-Geometrie für Tourenfahrer
- Viel Reifenfreiheit & große Rahmendetails
Nachteile
- Hohes Gewicht (rund 16,7 kg in L)
- Etwas schwerfälliger auf engen Trails
- Kein integriertes Storage-System im Rahmen
- Nur als Alu-Version erhältlich – nichts für Gewichtsfetischisten
| 5.115,80€ | raawmtb.com | Zum Shop |
Unsere Meinung
Das Fahrwerk des RAAW Madonna V3 mit 170 mm vorne und 160 mm hinten ist ein echtes Bollwerk: Es bietet enorm viel Kontrolle, steht tief im Federweg und bleibt dabei stets berechenbar – auch in grobem, schnellem Gelände. Die Kinematik ist auf maximale Laufruhe und Traktion ausgelegt, was vor allem bei technischen Abfahrten mit viel Gepäck ein echter Vorteil ist. Im Vergleich zu agilen Bikes wie dem Last Tarvo ist das Madonna weniger verspielt, dafür deutlich stabiler und souveräner.
Mit einem Gewicht von rund 16,7 kg in Größe L (tubeless, ohne Pedale) ist das Madonna das schwerste Enduro MTB im Test. Diese Masse macht sich vor allem bei langen Anstiegen und Tragepassagen bemerkbar. Gleichzeitig bringt das Gewicht aber auch Vorteile: Die zusätzliche Materialstärke erhöht die Haltbarkeit, das Bike wirkt unzerstörbar – perfekt für raue Etappen fernab der Zivilisation.
Geometrisch erreicht das RAAW einen herausragenden Wert: Mit 100 von 100 Punkten im Tourentauglichkeits-Score ist es das einzige Bike im Test mit voller Punktzahl. Der Sitzwinkel liegt bei idealen 77,5° (25/25), der Lenkwinkel bei 64,5° (20/20) – dazu kommen ein Reach von 480 mm, ein Stack von 630 mm, lange Kettenstreben und ein ausgewogener Radstand. Zwei verschiedene Flip-Chip-Optionen bieten zusätzlich Anpassungsspielraum. Ergebnis: Das Madonna sitzt wie ein Maßanzug für Tourenfahrer mit Downhill-Ambitionen.
Beim Material setzt RAAW konsequent auf Aluminium – made in Europe. Der Rahmen ist überdimensioniert, verschraubt statt verklebt, gebaut für Langlebigkeit und Wartungsfreundlichkeit. Das macht das Bike schwer, aber nahezu unkaputtbar – ideal für mehrtägige Touren in rauem Gelände, bei denen Zuverlässigkeit über allem steht.
Die Bremsen variieren je nach Aufbau – meist kommen Shimano XT oder SRAM Code R zum Einsatz, beide als 4-Kolben-Version mit großen 200-mm-Scheiben. Die Bremsperformance ist entsprechend kräftig und verlässlich – auch unter Dauerlast.
Die verbaute Dropper Post ist in der Regel eine BikeYoke Revive oder OneUp V2 mit langem Hub – beide Modelle bieten hohe Absenkung, gute Ergonomie und sind sehr zuverlässig im Toureneinsatz.
Test der Fachmagazine
Ohne Endnote
Das Madonna Raaw V3 hat das Potenzial zum Mountainbike-Klassiker. Es ist nicht übertrieben protzig, ohne Schnickschnack, einfach ein solides, gut verarbeitetes Mountainbike, das langlebig gebaut ist und dabei jede Menge Spaß bietet – Eigene Zusammenfassung
Kauftipp
Das RAAW Madonna V3 kommt in einem zeitlosen, schicken Look und bringt ein sehr hohes Maß an Verstellbarkeit von Geometrie und Kinematik. Es ist eins der günstigsten Bikes im Test, legt den Fokus auf Langlebigkeit und Servicebarkeit und gehört dennoch auf dem Trail zu den besten Allroundern mit einem starken Fahrwerk zusammen mit einer gelungenen Kombination aus Laufruhe und Agilität. Zusammen mit dem extrem fairen Preis ist das RAAW Madonna V3 verdient der Kauftipp des Tests!
🥉 Yeti SB160 T3
Unsere Bewertung
9.2
Der elegante Performer für lange, technische Etappen
Das Yeti SB160 T3 ist ein hochmodernes MTB Enduro im Test, das sich perfekt für anspruchsvolle Mehrtagestouren und technische Alpencross-Etappen eignet. Trotz seiner potenten Downhill-Konzeption bringt es viel Uphill-Effizienz mit und bietet ein lebendiges, aber dennoch stabiles Fahrverhalten. Der Rahmen aus hochwertigem Carbon ist leicht, steif und schön verarbeitet – typisch Yeti. In der getesteten T3-Ausstattung (Fox Factory, SRAM X0 Transmission) bekommt man absolute Top-Komponenten, was das Bike zwar teuer, aber auch enorm leistungsfähig macht.
Vorteile
- Sehr gutes Verhältnis aus Agilität und Stabilität
- Leichtes Gesamtgewicht trotz robuster Ausstattung
- Hochwertiger Rahmen mit durchdachten Details
- Geniale Geometrie für technisch anspruchsvolle Etappen
Nachteile
- Proprietäre Switch Infinity Lagerung benötigt Pflege
- Kein integriertes Storage-System im Rahmen
| 4.603,19€ | bike-components.de | Zum Shop |
Unsere Meinung
Das Fahrwerk des Yeti SB160 T3 mit 170 mm Federweg vorne und 160 mm hinten ist ein Paradebeispiel für modernes Rahmen-Design mit Allround-Fähigkeiten. Der Switch Infinity-Hinterbau spricht feinfühlig an, bleibt aber sportlich straff – ideal für technische Anstiege mit losem Untergrund und anspruchsvolle Abfahrten mit schnellen Richtungswechseln. Das Fahrwerk bietet viel Support im mittleren Federwegsbereich und vermittelt ein direktes, aktives Fahrgefühl – perfekt für versierte Tourenfahrer, die ihr Bike gern dynamisch bewegen.
Mit rund 15,3 kg (tubeless, ohne Pedale, Größe L) liegt das Yeti SB160 im sehr guten Bereich – besonders angesichts der hochwertigen Ausstattung und des langen Federwegs. Das Gewicht macht das Bike auch auf langen Anstiegen noch angenehm fahrbar und sorgt bergab für ein sattes, aber nicht träges Fahrgefühl.
Im Tourentauglichkeits-Score erreicht das Yeti 89 von 100 Punkten. Der Sitzwinkel liegt bei 77° (24/25), der Reach bei sportlichen 480 mm (15/15), Lenkwinkel, Stack und Kettenstreben sind perfekt für eine zentrale, ausgeglichene Sitzposition. Einziger Wermutstropfen: Es gibt keinen Flipchip – daher kein Bonus, obwohl das Rahmenkonzept hervorragend gelungen ist.
Der Rahmen besteht aus hochwertigem Carbon in T3-Ausführung, ist sehr sauber verarbeitet und überzeugt mit internen Kabelkanälen, guter Reifenfreiheit und cleverem Rahmenschutz. Die Switch Infinity-Lagerung ist technisch anspruchsvoll, aber bei richtiger Pflege extrem langlebig und performant. Für Fahrer mit Sinn für Technik und Performance ist der Rahmen eines der Highlights des Bikes.
Bei den Bremsen kommt in der T3-Version die SRAM Code RSC zum Einsatz – eine der kraftvollsten und präzisesten Bremsanlagen auf dem Markt. Auch bei langen Abfahrten und schweren Lasten bleibt die Performance konstant auf hohem Niveau.
Die verbaute Dropper Post – meist eine Fox Transfer Factory – bietet einen Hub von bis zu 200 mm und überzeugt mit Zuverlässigkeit, geringem Wartungsaufwand und guter Ergonomie. In Kombination mit dem edlen Gesamtpaket entsteht ein Enduro, das auf Tour ebenso überzeugt wie auf dem Trail.
Test der Fachmagazine
Ohne Endnote
Als Titelverteidiger lasteten große Hoffnungen auf dem Yeti SB160 T3 und es hat in unserem Vergleichstest keinesfalls enttäuscht. Weiterhin gehört es mit seinem sehr guten Mix aus Agilität und Laufruhe zu den besten Bikes auf dem Trail. Zudem lässt es sich superintuitiv steuern, bietet eines der besten Fahrwerke im Vergleichstest und macht auch auf dem Weg zum Trail-Einstieg eine gute Figur. Dennoch musste es sich in diesem Jahr knapp geschlagen geben.
9 von 10 Punkten
„Von einem Enduro-Bike mit langem Federweg kann man kaum mehr erwarten als Yeti hier liefert. Das SB165-Paket erfüllt seinen Zweck perfekt: Es bringt dich mit maximalem Fahrspaß und Kontrolle schnell bergab. Nach zwei Alpentouren mit zwei verschiedenen Fahrern und unzähligen tausenden Höhenmetern sind wir zu dem Schluss gekommen, dass das SB165 einfach ein echter Knaller ist. Es ist ruhig und souverän, leicht zu fahren und überrascht nie, ist aber gleichzeitig stets reaktionsschnell und fühlt sich nicht zu schlapp und weich an. Mit etwas Fahrerenergie fährt es sofort genau dorthin, wo du es hinsteckst, und hält dich dabei wie von Zauberhand genau in der Mitte beider Räder. Und im Vergleich zum SB150/60 bietet das MX-Setup trotz des großen Federwegs einen spielerischen Slash-Faktor für Kurvenfahrten und das manuelle Bewältigen kleinerer Hügel und Wellen auf flowigeren Trails, ohne sich wie ein zu großes Bike anzufühlen. Der hohe Preis und die nicht ganz perfekte Reifenspezifikation mit wenig Grip sind die einzigen Gründe für einen Punktabzug. Davon abgesehen ist Yetis DH-optimierter Allrounder nahezu perfekt.“
Orbea Rallon M-Team
Unsere Bewertung
9.1
Der Allrounder mit Race-DNA und Tourenpotenzial
Das Orbea Rallon M-Team ist ein perfekter Mix aus Trailbike und Race-Enduro, der auch auf längeren Touren eine gute Figur macht. Es bringt reichlich Federweg, modernes Handling und eine sportlich-zentrale Sitzposition mit. Besonders überzeugt die Vielseitigkeit: bergab bietet das Bike Sicherheit und Laufruhe, bergauf zeigt es trotz Enduro-Ausrichtung erstaunlich gute Klettereigenschaften. Die Möglichkeit, Geometrie und Kettenstrebenlänge per Flip-Chip anzupassen, macht es noch tourentauglicher. Ein echtes „One Bike to Rule Them All“, besonders für Fahrer mit Fokus auf technische Touren, aber auch Spaß an flotten Trailrunden.
Vorteile
- Effizient bergauf, potent bergab
- Anpassbare Kettenstrebenlänge & Flip-Chip
- Hochwertiger Rahmen mit viel Integration (Storage, Multi-Tools)
- Sehr gute Ausstattung im M-Team-Build
Nachteile
- Nicht das leichteste Carbon-Bike seiner Klasse
- Etwas weniger Reserven als die reinrassigen Enduro MTB im Test
- Proprietäre Dämpferaufnahme erschwert Tuning
Unsere Meinung
Mit 170 mm Federweg an der Front und 160 mm am Heck positioniert sich das Orbea Rallon M-Team als ausgewogener Allrounder im Enduro-Bereich. Das Fox-Fahrwerk mit Float X2-Dämpfer bietet eine direkte Rückmeldung und vermittelt viel Kontrolle – besonders auf technischen Trails, wo Präzision gefragt ist. Es ist weniger komfortorientiert als z. B. das Ibis oder RAAW, dafür aber sportlich abgestimmt und bietet erfahrenen Fahrern viel Spielraum zur aktiven Linienwahl.
Das Gewicht liegt bei rund 15,4 kg (tubeless, ohne Pedale, Größe L) – ein sehr solider Wert, insbesondere angesichts der umfangreichen Ausstattung und der cleveren Rahmendetails. In der Praxis fährt sich das Bike lebendig und bergauf erfreulich effizient, was es zu einem sehr tourenfähigen Enduro macht.
Geometrisch erreicht das Rallon einen exzellenten Tourentauglichkeits-Score von 99 von 100 Punkten. Mit einem Sitzwinkel von 77° (24/25), einem Reach von 480 mm (15/15) und einem ausgewogenen Lenkwinkel von 64,5° (20/20) liegt das Bike exakt im Sweetspot für sportliche Tourenfahrer. Dank Flip-Chip lässt sich sogar die Kettenstrebenlänge anpassen – das bringt zusätzliche 10 Bonuspunkte und macht das Rallon besonders vielseitig.
Der Carbonrahmen ist hochwertig verarbeitet und bietet Features wie integrierten Stauraum, einen Multi-Tool-Mount und großzügige Schutzlösungen – sehr praxisnah für lange Touren. Er wirkt robust, ist dennoch nicht übermäßig schwer und lässt Raum für individuelle Anpassungen.
Die Ausstattung umfasst je nach Build-Level 4-Kolben-Bremsen von Shimano oder SRAM – in der M-Team-Version meist XT oder Code RSC. Beide Varianten liefern kraftvolle, standfeste Bremsleistung und passen perfekt zum Einsatzzweck.
Auch bei der Dropper Post überzeugt Orbea: Die OC MC20 Dropper mit langem Hub (180–200 mm) arbeitet zuverlässig und bietet genug Absenkung für technische Passagen. In Kombination mit der insgesamt sehr harmonischen Geometrie macht das Rallon M-Team richtig Lust auf lange, anspruchsvolle Touren mit viel Trailanteil.
Test der Fachmagazine
Ohne Endnote
„Das Rallon war schon immer ein pedalfreundliches Enduro-Bike. Die neueste Version hat nichts von dieser Qualität eingebüßt, ist aber durch den flacheren Lenkwinkel leistungsfähiger geworden, wenn es steil und hektisch wird – genau dort, wo das Vorgängermodell nachgegeben hat. Das macht es noch vielseitiger, denn man kann den Flip-Chip einfach auf die hohe Einstellung stellen und ihn vergessen, egal ob man eine schweißtreibende Trailrunde oder steile Shuttle-Runden fährt. Es ist allerdings nicht perfekt. Der gesamte Federweg ist schwer zugänglich, wodurch die Hinterradfederung weniger nachgiebig ist als bei anderen Bikes mit über 160 mm Federweg. Und selbst in der hohen Einstellung würde ich mir einen noch steileren Sitzwinkel wünschen. Aber das Rallon ist immer noch eine großartige Option für alle, die ein Bike suchen, das fast alles bewältigen kann – und das auch noch gut.“
Ohne Endnote
„Die asymmetrische Bauweise des Hauptrahmens zieht die Blicke auf sich wie kaum ein anderes Modell. Martin Maes startete mit diesem bike sogar schon im Downhill Worldcup und unterstreicht damit: Dem RALLON M-TEAM ist nichts zu extrem! Der 64 Grad flache Lenkwinkel verleiht dem Orbea RALLON M-TEAM viel Selbstvertrauen im anspruchsvollem Gelände. Im Sattel des Enduros nimmt man eine angenehme Haltung ein. Beim Rahmen geht Orbea all in. Das Carbon-Chassis ist überdurchschnittlich hochwertig. Bergab punktet das Orbea RALLON M-TEAM mit einer extrem guten Geometrie, einem hochwertigen Fahrwerk und griffigen Reifen. Mit 25 Jahren Garantie, steht einer langjährigen Beziehung nichts im Weg.“
Last Tarvo V2
Unsere Bewertung
9.0
Das Leichtgewicht für anspruchsvolle Touren
Das Last Tarvo V2 ist ein echtes Unikat: Hergestellt in Deutschland, extrem leicht und dabei erstaunlich potent für ein Enduro. Mit einem Federweg von 170 mm vorne und 160 mm hinten kombiniert es moderne Geometrie mit einem Carbonrahmen, der nur rund 2,3 kg wiegt – inklusive Dämpfer. Das macht es zum idealen Bike für Tourenfahrer, die viele Höhenmeter sammeln, aber bergab nicht auf Performance verzichten wollen. Das Rahmenkonzept ist sportlich, die Ausstattung durchdacht, das Fahrverhalten direkt und verspielt. Wer ein möglichst leichtes, aber robustes MTB sucht, findet im Tarvo eine spannende Alternative zu den etablierten Marken.
Vorteile
- Extrem geringes Gewicht – ideal für Höhenmeter-intensive Touren
- Sehr hochwertiger, in Deutschland gefertigter Carbonrahmen
- Sportliche, gut abgestimmte Geo mit Top-Werten
- Viel Eigenständigkeit & Custom-Aufbau möglich
Nachteile
- Kein Flip-Chip oder Geo-Tuning
- Fahrwerk etwas weniger „Fluffig“ als bei schwereren Bikes
| 6.799,00€ | last-bikes.com | Zum Shop |
Unsere Meinung
Das Fahrwerk des Last Tarvo V2 mit 170 mm vorne und 160 mm hinten ist sportlich-straff abgestimmt. Es spricht direkt an und vermittelt viel Feedback vom Untergrund – ideal für präzises Fahren in technischem Gelände. Im Vergleich zu sehr komfortablen Bikes wie dem RAAW oder Santa Cruz ist das Tarvo etwas weniger fluffig, aber dafür agiler und effizienter unterwegs.
Mit rund 14,5 kg in Größe L (tubeless, ohne Pedale) ist es das mit Abstand leichteste Bike im Testfeld. Diese Gewichtseinsparung macht sich besonders auf langen Anstiegen und alpinen Etappen mit vielen Höhenmetern bemerkbar – das Tarvo ist ein echter Kletterkünstler unter den Enduro MTB im Test.
Auch beim Tourentauglichkeits-Score punktet das Bike: Der steile Sitzwinkel von 77,5° (25/25 Punkte), kombiniert mit einem Reach von 480 mm (15/15) und einem ausgewogenen Lenkwinkel von 65° (18/20), ergibt zusammen mit idealen Stack- und Kettenstrebenmaßen einen sehr starken Wert von 88 von 100 Punkten. Die fehlende Verstellung kostet zehn Bonuspunkte – ansonsten wäre sogar noch mehr drin gewesen.
Der ultraleichte Carbonrahmen, „Made in Germany“, ist sehr hochwertig verarbeitet. Er verzichtet bewusst auf Features wie integrierten Stauraum, setzt dafür auf eine klare, puristische Trail-DNA. In Sachen Haltbarkeit und Materialwahl überzeugt das Tarvo auf ganzer Linie, richtet sich aber eher an erfahrene Schrauber als an Einsteiger.
Die Bremsen sind je nach Aufbau individuell konfigurierbar – von SRAM Code über Magura bis Formula ist alles möglich. Wichtig ist: Alle Optionen bieten 4-Kolben-Systeme mit hoher Bremsleistung – also voll trailtauglich.
Die verbaute Dropper Post ist meist eine OneUp oder BikeYoke mit hohem Hub. Beide gelten als zuverlässig, leicht wartbar und sehr kompatibel – ein klarer Pluspunkt für alle, die auch bei der Sitzhöhe maximale Performance wollen.
Test der Fachmagazine
Ohne Endnote
Das LAST TARVO V2 ist ein extrem leichtes, innovatives und vielseitiges Enduro für Fahrer, die nicht nur Trailperformance, sondern auch Individualität und exklusives Design schätzen – perfekt für technische Touren mit vielen Höhenmetern und anspruchsvollen Abfahrten – Eigene Zusammenfassung
Ohne Endnote
„Das TARVO will mit super leichten Carbon-Rahmen zwei Welten vereinen. Bedingungsloser Leichtbau wurde nur ganz selten mit so viel Federweg kombiniert. Wenn man so will, macht dieses Bike den Lift Bikepark überflüssig. Die Geometriedaten fallen moderat aus und vermitteln so ein ausgewogenes Handling. Beim Fahrverhalten lässt sich Last also auf keine Experimente ein. Das Zusammenspiel aus relativ langem Oberrohr und geringem Stack-Wert lassen die Sitzposition sportlich ausfallen. Der hochwertige Carbon-Rahmen erfüllt alle aktuellen Standards und dient damit als perfektes Fundament für ein solides Komplettbike. Wenn du den Mountainbike Sport hauptsächlich über den Spaß in der Abfahrt definierst, passt das Last eher nicht zu dir. Andere Hersteller bauen Enduros im selben Preisbereich die sich eher auf die Abfahrt konzentrieren.“
Santa Cruz Nomad C
Unsere Bewertung
8.9
Das Spaßgerät für grobe Trails mit Tourenoption
Das Santa Cruz Nomad ist ein MTB mit klarer Downhill-DNA, das sich aber nicht auf Bikepark-Laps beschränken muss. In der neuesten Version bringt es ein langes, flaches Fahrwerk und einen sensibel ansprechenden Hinterbau mit, der selbst grobe Alpentrails souverän bügelt. Der steile Sitzwinkel und ein relativ geringes Gewicht für diese Kategorie machen es jedoch tourentauglicher, als man vermuten würde. Für alpine Touren mit viel Trailanteil ist es ein mächtiger Begleiter – besonders, wenn bergab maximaler Spaß zählt. Wer bergauf kompromisslos effizient sein will, findet aber leichtere und spritzigere Alternativen.
Vorteile
- Sehr stark bergab – auch in extrem technischem Gelände
- Robuster Carbonrahmen mit lebenslanger Garantie
- Viel Federweg, dabei trotzdem effizienter Sitzwinkel
- Integriertes Tool-System & Rahmenschutz durchdacht
Nachteile
- Etwas schwerfällig in engen Spitzkehren
- Kein Flip-Chip oder Geoverstellung
- Recht hoher Preis bei Top-Ausstattung
- Nicht so effizient im Antritt wie z. B. Yeti SB160 oder Ibis HD6
Unsere Meinung
Mit satten 170 mm Federweg vorne und hinten ist das Santa Cruz Nomad C das abfahrtsstärkste Enduro MTB im Test – und das merkt man sofort. Das VPP-Fahrwerk arbeitet extrem geschmeidig, bleibt auch in steilen, verblockten Passagen souverän und liefert satte Traktion selbst auf losem Untergrund. Auf technischen Downhills spielt das Nomad seine ganze Stärke aus. Im Vergleich zu kletterorientierteren Bikes wie dem Yeti oder Last ist das Nomad spürbar schwerfälliger, wenn man das Bike durch enge Trails zirkeln muss oder lange Anstiege bewältigt.
Beim Gewicht liegt das Bike mit ca. 15,6 kg (tubeless, ohne Pedale, Gr. L) im oberen Mittelfeld – nicht leicht, aber noch tourentauglich. Es bringt durch seine massive Bauweise, große Reifenfreiheit und viele Schutzdetails etwas Mehrgewicht mit, das sich aber in der Abfahrt durch viel Ruhe und Sicherheit bezahlt macht.
Im Tourentauglichkeits-Score erreicht das Nomad 79 von 100 Punkten. Der Sitzwinkel liegt mit 77° noch optimal (24/25), doch der extrem flache Lenkwinkel von 63,7° kostet Punkte (10/20), ebenso der fehlende Flipchip. Der Reach ist mit 475 mm solide (15/15), Stack, Radstand und Kettenstrebenlänge liegen im guten Bereich – dennoch zeigt sich: Das Nomad ist klar auf bergab fokussiert, Toureneffizienz ist zweitrangig.
Beim Material setzt Santa Cruz auf einen sehr robusten Carbonrahmen mit lebenslanger Garantie. Die Verarbeitungsqualität ist herausragend – viele durchdachte Details wie Rahmenschutz, ein integriertes Mini-Tool oder Kabelmanagement sprechen für hohe Alltagstauglichkeit und Langlebigkeit. Allerdings gibt es kein integriertes Storage-System im Rahmen.
Bremsseitig kommt das Nomad meist mit SRAM Code oder Shimano XT – beide Varianten in 4-Kolben-Ausführung, stark genug für alles, was dir am Berg begegnet. Die große Bremsscheibe vorne (200–220 mm) sorgt für zusätzliche Sicherheit bei langen Abfahrten.
Die verbaute Dropper Post – in der Regel eine OneUp oder RockShox Reverb – funktioniert zuverlässig und bietet ausreichend Hub für technische Trails. Damit ist das Nomad bergab voll auf der Höhe, bergauf aber nur bedingt konkurrenzfähig mit den effizienteren Bikes im Test.
Test der Fachmagazine
Ohne Endnote
„Selber Federweg an der Gabel, selber Hinterbau, selbe Optik. Auf dem ersten Blick sind die Unterschiede zwischen Santa Cruz Megatower und Nomad schwer auszumachen. Wer genauer hin blickt merkt, dass das Nomad auf einem Mullet Setup mit kleinem 27,5 Zoll Hinterrad rollt. Beim Fahrverhalten verbrennt sich Santa Cruz nicht die Finger und haucht seinem Enduro ein ausgewogenes Handling ein. Bei langen Touren sorgt die komfortable Sitzposition für entspannte Bandscheiben. Der hochwertige Carbon-Rahmen erfüllt alle aktuellen Standards und dient damit als perfektes Fundament für ein solides Komplettbike. Wenn du Strava-KOMs bergauf jagen willst, ist das Santa Cruz Fully wahrscheinlich nicht das richtige Bike für dich. Nun aber mal Butter bei die Fische: Mit einem Gesamtgewicht von 15,56 kg zählt das Santa Cruz zu den schwereren Enduros die man für unter unter 8000 Euro bekommt. Dafür gibt es bei der Konkurrenz für 6799 Euro meist Geometrien mit weniger Spaßpotential. Das Garantieversprechen von 25 Jahren sorgt für Vertrauen. Vorsicht bei der Größenwahl: Der Carbon Rahmen fällt klein aus.“
Ohne Endnote
„War das letzte Nomad in der Welt der Enduro-/Freeride-Bikes etwas verloren, hat sein Nachfolger die Karte definitiv neu ausgerichtet und den Weg zurück zu seinen natürlichen Brutstätten gefunden. Und diese Brutstätten sind reich an steilem Gelände, zahlreichen künstlichen Elementen und gut erschlossenen Hügeln. Klingt idyllisch.“
Enduro MTB Test für Touren & Alpencross – Fazit
In unserem Test haben wir alle Bikes anhand von sechs zentralen Kriterien bewertet, die für sportliche Tourenfahrer mit Fokus auf technische Trails entscheidend sind. Hier uns Fazit im Detail:
Fahrwerk, Trail & Fahrspaß
Jedes Enduro MTB im Test mit 160 mm Federweg oder mehr überzeugt im Test mit einem ausgewogenen Verhältnis aus Traktion, Kontrolle und Reserven. Das Ibis HD6 sticht mit seinem extrem sensiblen DW-Link-Fahrwerk hervor – es vereint Komfort und Effizienz wie kaum ein anderes Bike im Test. Das RAAW Madonna V3 hingegen setzt auf pure Stabilität: Etwas weniger verspielt, dafür wie gemacht für grobe Trails mit viel Gepäck. Das Yeti SB160 T3 zeigt sich ausgewogen – es fährt sich agil, bleibt aber stabil, dank seines präzise abgestimmten Switch Infinity-Hinterbaus. Beim Orbea Rallon M-Team punktet das Fox-Fahrwerk durch seine direkte Rückmeldung – ideal für Fahrer, die es sportlich lieben. Das Last Tarvo ist etwas straffer abgestimmt, aber sehr effizient – ideal für Fahrer mit aktivem Fahrstil. Das Santa Cruz Nomad C wiederum spielt seine Stärken auf ruppigen Downhills aus, wirkt aber etwas schwerfälliger im technischen Uphill.

Gewicht
Das leichteste Enduro MTB im Test ist das Last Tarvo V2 – mit nur rund 14,5 kg ideal für alle, die viele Höhenmeter machen wollen. Auch das Ibis HD6 und das Yeti SB160 bleiben mit 15,2 bzw. 15,3 kg im grünen Bereich. Das Orbea Rallon und das Santa Cruz Nomad sind mit etwa 15,4 bzw. 15,6 kg solide, aber nicht herausragend leicht. Schwerster Kandidat ist das RAAW Madonna V3 mit 16,7 kg – dafür aber extrem robust und wartungsfreundlich.
Geometrie
Der Score zeigt deutlich, welche Bikes für Touren mit vielen technischen Uphills geeignet sind: Das RAAW Madonna erreicht mit 100 von 100 Punkten die Höchstwertung – perfekte Sitzposition, zentrale Haltung, lange Kettenstreben. Ebenfalls hervorragend: das Orbea Rallon mit 99 Punkten und das Ibis HD6 mit 89. Auch das Yeti SB160 und das Last Tarvo überzeugen mit 88 bzw. 89 Punkten. Nur das Santa Cruz Nomad fällt mit 79 Punkten etwas ab – durch den sehr flachen Lenkwinkel und fehlende Geometrieverstellung eher auf Downhill ausgerichtet.
Material
Vier Bikes im Test setzen auf Carbonrahmen – Ibis, Yeti, Orbea und Last – und punkten damit durch geringes Gewicht und hohe Steifigkeit. Das RAAW Madonna hebt sich durch seinen Alurahmen ab, der zwar schwerer ist, aber durch Robustheit, Langlebigkeit und Wartungsfreundlichkeit glänzt. Auch das Santa Cruz Nomad kommt in einer stabilen Carbonvariante mit viel Schutzfeatures – allerdings mit leichtem Gewichtsnachteil.
Bremsen
Alle Modelle sind mit 4-Kolben-Bremsen ausgestattet – je nach Ausführung von SRAM oder Shimano. Das Ibis HD6 überzeugt mit den hochwertigen SRAM Code RSC, das Yeti SB160 ebenso. Auch beim RAAW, Orbea und Santa Cruz kommen hochwertige 4-Kolben-Systeme zum Einsatz. Beim Last Tarvo hängt die Wahl vom Aufbau ab – hier ist je nach Konfiguration auch Magura oder Formula denkbar. In jedem Fall ist die Bremsperformance aller getesteten Modelle absolut tourentauglich.
Dropper Post
Alle getesteten Bikes verfügen serienmäßig über eine absenkbare Sattelstütze mit ausreichend Hub (meist 180–200 mm). Besonders komfortabel ist das Ibis HD6 mit seiner kabellosen AXS-Reverb, während das Last Tarvo durch hohe Kompatibilität für individuelle Setups glänzt. Auch RAAW, Yeti, Orbea und Santa Cruz liefern verlässliche Dropper Posts – ein unverzichtbares Feature für technische Touren.

Grenzen von Enduro-Bikes im Test – wo hört der Spaß auf?
So vielseitig moderne Enduros auch sind – sie sind nicht in jeder Situation die beste Wahl. Wer viel tragen oder schieben muss, wird das Mehrgewicht und das bullige Rahmendesign schnell spüren. Auch auf flachen Etappen mit wenig technischem Anspruch fährt ein leichteres Trailbike oft entspannter. Wer ein Mountainbike aus dem Enduro MTB Test für den Alpencross wählt, entscheidet sich bewusst für bergab maximale Performance – auf Kosten von Effizienz im Flachen.
So fundiert unser Test auch sein mag – nichts ersetzt die Probefahrt. Gute Fachhändler passen das Bike auf dich an, helfen dir bei Ergonomie & Setup und sind im Servicefall erreichbar. Unsere Testberichte liefern Orientierung – aber sie ersetzenkeine individuelle Beratung oder den echten Satteltest.
Die besten Enduro-Bikes – Warum wir keine E-Bikes getestet haben
Ganz ehrlich, E-Mountainbikes auf einem Alpencross: Nein, Danke. Aber unser Fokus liegt auf klassischem Mountainbiken mit Muskelkraft – aus Überzeugung. Wer selbst pedalieren muss, trainiert nicht nur den Körper, sondern erlebt auch die Natur intensiver. Kein Akku-Limit, keine Ladezeit. Das Enduro ohne Motor steht für uns für das Mountainbike der Freiheit.

FAQ – Häufige Fragen zum Test Enduro MTB für Touren & Alpencross
Kann ich mit einem Enduro MTB wirklich einen Alpencross fahren?
Ja, absolut – wenn das Bike eine tourentaugliche Geometrie hat. Viele der aktuellen Enduro-Bikes verfügen über einen steilen Sitzwinkel, eine absenkbare Sattelstütze und ein ausgewogenes Gewicht. Damit lassen sie sich effizient bergauf pedalieren und bieten bergab maximalen Trailspaß.
Der Unterschied zum klassischen Bike Park Einsatz ist jedoch gewaltig: Im Park kommst du bequem per Lift bergauf, das Gewicht ist zweitrangig, und die Abfahrten sind kurz und intensiv. Beim Alpencross sammelst du dagegen täglich mehrere hundert bis tausend Höhenmeter – oft auf Schotter, manchmal auch schiebend oder tragend. Die Trails sind lang, oft technisch und erfordern ein Bike, das bergab stabil, aber auch bergauf ausdauernd fahrbar ist.
Ein geeignetes Enduro MTB fürs Tourenfahren muss daher deutlich mehr können als nur „satt und plüschig“ sein – es braucht Kletterfähigkeit, Sitzergonomie und Alltagsfeatures, die im Bikepark keine Rolle spielen. Wer das berücksichtigt, kann mit einem Test Enduro MTB auf dem Alpencross mehr Fahrspaß erleben als mit jedem klassischen Tourenfully.
Brauche ich unbedingt 4-Kolben-Bremsen für den Alpencross?
Ja, wenn du auf technischen Trails unterwegs bist. 4-Kolben-Bremsen bieten mehr Kontrolle, bessere Dosierung und bleiben standfest – auch bei langen Abfahrten mit Gepäck oder bei Hitze.
Ich habe ein gutes All Mountain MTB – lohnt sich der Umstieg auf ein MTB aus dem Enduro MTB Test?
Kommt auf deinen Fokus an. Wenn du vor allem flowige oder moderate Trails fährst, bringt ein Enduro nur wenig Gewinn. Wenn du aber regelmäßig in steiles, technisches Gelände fährst, oft mit Gepäck und über mehrere Tage, dann ist ein Enduro mit viel Federweg und robuster Bauweise ein echter Gamechanger.
Sollte man überhaupt noch ein MTB ohne Motor kaufen?
Ja, unbedingt – wenn du Wert auf Technik, Training und echte Mountainbike-Erfahrung legst. Ein unmotorisiertes Enduro ist leichter, einfacher zu warten und günstiger. Für sportlich fahrende Biker bleibt es das authentischere Erlebnis – besonders auf langen, fordernden Touren. Weitere 5 gute Gründe, die gegen ein eBike sprechen findest du in unserem Beitrag.


So „testen“ wir bei Ride With Love
Wir möchten dir mehr bieten als nur eine oberflächliche Meinung über Mountainbike-Ausrüstung. Unsere Testberichte sind das Ergebnis einer sorgfältigen Mischung aus Praxis, Fachwissen und Community-Feedback. Aber wie entstehen unsere Testberichte bei Ride With Love?
Wir sind keine Wissenschaftler und haben auch nicht den Anspruch eines objektiven oder laborbasierten Testszenarios. Bei „Ride With Love“ geht es um die praktische, bodenständige Wahrheit direkt von den Trails. Unsere „Test-Ergebnisse“ sind subjektive Einschätzungen, geformt durch unseren Geschmack und unseren Fahrstil: MTB Enduro. Und das Beste? Wir lassen uns nicht von Werbegeldern oder sonstigen finanziellen Verpflichtungen beeinflussen. Unsere Meinung ist so frei wie ein Singletrail durch die Alpen.
Also, wenn du auf der Suche nach unverfälschten, praxisnahen und kompromisslosen Testberichten bist, bist du bei „Ride With Love“ genau richtig. Draufklicken, lesen, rausfahren!
1. Echte Erfahrungen auf Mountainbike Touren von Mountainbike-Guides
Wir sind selbst leidenschaftliche Enduro-Mountainbiker und MTB-Guides. Unsere Praxis-Bewertungen stammen also direkt von den besten Trails der Alpen. Ob es die Strapazierfähigkeit eines Durchschlagsschutz oder die Atmungsaktivität einer Jacke ist, wir haben das Material auf den härtesten MTB-Touren und Alpenüberquerungen getestet. Kurz gesagt: Wir bieten dir Erfahrung, die unter den Reifen gekommen ist. Aus der Praxis, für die Praxis. Der Nachteil: diese echte Erfahrung ist subjektiv.
2. Fundierte Recherchen von Testberichten etablierter Fachmedien
Du denkst, wir setzen nur auf unser Bauchgefühl? Fehlanzeige! Wir beziehen uns auch auf anerkannte Fachmagazine. Liest du gerne „Pinkbike“ oder „MTB News“? Wir auch! Und wir fischen die besten Insights für dich heraus und geben dir transparent & penibel unsere Quellen an. So kreieren wir ein ganzheitliches Bild, das über die Grenzen unserer subjektiven Erfahrungen hinausgeht.
3. Ergänzung des kollektiven Wissens der Mountainbike-Community
Nicht nur wir, sondern auch du hast eine Menge Erfahrungen gesammelt über das Material, das du nutzt. Foren & Produktbewertungen sind voll mit diesem Feedback und Wissen. Wir tauchen in diese Tiefen ein und ziehen die Pros & Cons hervor. Anschließend weben wir sie in unsere Berichte ein. Die Community ist unser dritter Baustein, der unsere Perspektive und Testberichte erweitert.


Magnus Schmidt ist professioneller Mountainbike Guide und im Herzen der Alpen zu Hause. Magnus‘ Spezialität? Atemberaubende MTB-Alpenüberquerungen und Mehrtagestouren mit hohem Singletrailanteil. Er weiß, was du brauchst – vom perfekten Enduro-Bike bis zur optimalen Ernährung. Unter dem Namen „Ride With Love“ schreibt er nicht nur Berichte, sondern erstellt individuelle MTB-Touren inkl. GPX-Daten und Roadbooks, die mehr sind als nur PDFs – sie sind der Schlüssel zu deinem nächsten Abenteuer. Seine Tests basieren auf echten Erfahrungen, ergänzt durch das kollektive Wissen der Mountainbike-Community.

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