Vom Pfunderer Joch bis an den Gardasee: eine fordernde Alpenüberquerung durch die Dolomiten mit vielen Highlights
Dieser sorgfältig ausgearbeitete Dolomiten MTB Alpencross bietet alles, was dein Dolomiten Herz höher schlagen lässt. Und schon der Start in diese Transalp setzt ein Ausrufezeichen, denn mit dem Pfunderer Joch erreichst du gleich zu Beginn den höchsten Punkt der ganzen Woche. Danach reiht sich ein Übergang an den nächsten. Am zweiten Tag führt die Route am Lé de Limo vorbei, unterhalb des Col de Locia. Tags darauf geht es am Lago di Valparola entlang, über den Passo Falzarego und die Forcella Nuvolau, bis du schließlich am Lago di Alleghe ankommst. Später bringen dich der Passo Valles und der kleine See bei der Baita Segantini nach San Martino. Mit Passo Cinque Croci, Passo Sommo, Passo Coe und Passo della Borcola zieht die Route dann weiter nach Süden.
Unterschätzen solltest du die Strecke trotzdem nicht. Die Gesamtnote S2 klingt moderat, doch einzelne Teilstücke sind deutlich anspruchsvoller. Am ersten und am sechsten Tag gibt es kurze Passagen im Bereich S3, am zweiten sogar ein knappes Stück auf S4-Niveau, bei dem Schieben keine Schande ist. Konditionell verlangt die Woche viel. Jeder Tag bringt dir knapp zwei Kilometer Anstieg in die Beine, dazu kommen steile Rampen. Der fünfte Tag ist die längste Etappe, wenn auch mit mehr Abfahrt als Aufstieg. Weil der höchste Punkt schon am ersten Tag auf gut zweieinhalbtausend Metern liegt, brauchst du gleich zu Beginn Reserven und eine Ausrüstung, die auch einen Wetterumschwung verkraftet. Die Tour richtet sich an erfahrene Mountainbiker mit solider Grundlagenausdauer und sicherer Fahrtechnik. Genauso wichtig ist die Gelassenheit, schwierige Stellen auch einmal zu Fuß zu nehmen. Wer schon eine mehrtägige Alpentour gefahren ist und jetzt mehr Dolomiten, mehr Abwechslung und einen echten Zieleinlauf am See sucht, ist hier richtig.
Auf dieser Tour können Liftanlagen optional genutzt werden.
Alle Informationen zum MTB Alpencross Dolomiten


GPX-TRACKS
Alle Etappen als GPX-Dateien, mit allen Wegpunkten, Übernachtungsempfehlungen u.v.m. Fürs Navi, für Komoot,
für dein Handy.
- Vollständige GPX-Tracks aller Etappen
- Sofort-Download nach dem Kauf
- Einmalzahlung. Kein Abo.
INKLUSIVE
Deine Tour liegt fertig im AI Outdoor Trip Planner.
Ein Klick nach dem Kauf: Etappen und Tracks sind schon angelegt. Plane Unterkünfte, An- und Abreise und Versorgung dazu. Kostenlos.
Mit dem e-MTB unterwegs?
eMTB-Variante Bedingt eMTB-geeignet
Die Tour ist nur bedingt mit dem eMTB fahrbar. Abschnittsweise gibt es Schiebe- oder Tragepassagen, die mit dem eMTB nicht optimal sind. Oder entlang der Route befinden sich abschnittsweise wenige bis keine Lademöglichkeiten.
Gleiche Strecke und gleiche Etappen wie der reguläre GPX-Track dieser Tour, zusätzlich mit Lademöglichkeiten entlang der Route.
Etappen-Details
01
Sterzing → Kiens
Steiler Hochgebirgsauftakt zum höchsten Punkt, danach eine sehr lange Abfahrt.
53,6 km
↑ 1.866 hm · ↓ 2.002 tm
ø 7,2 % · Fahrtechnik S3
02
Kiens → Sankt Kassian
Ins Gadertal mit stetigem Klettern und einer kurzen, technisch heiklen Passage.
52,8 km
↑ 1.994 hm · ↓ 1.251 tm
ø 6 % · Fahrtechnik S4+
03
Sankt Kassian → Alleghe
Kraftraubender Dolomitentag mit steilen Rampen und flowigen Abfahrten nach Alleghe.
53,7 km
↑ 2.279 hm · ↓ 2.853 tm
ø 8,8 % · Fahrtechnik S1
04
Alleghe → Sankt Martin am Sismunthbach
Ruhigerer Übergang ins Trentino, technisch entspannt, mit langem Schlussanstieg.
48,0 km
↑ 1.912 hm · ↓ 1.409 tm
ø 6,7 % · Fahrtechnik S1
05
Sankt Martin am Sismunthbach → Löweneck
Längster Tag: viel Strecke, ein großer Anstieg und reichlich Abfahrt.
72,5 km
↑ 2.040 hm · ↓ 3.009 tm
ø 5,4 % · Fahrtechnik S2
06
Löweneck → Posina
Hügeliges Auf und Ab, dann ein langer Abstieg mit anspruchsvollen Stellen.
45,8 km
↑ 1.778 hm · ↓ 1.731 tm
ø 6,8 % · Fahrtechnik S3
07
Posina → Torbole
Ein großer Anstieg, dann rollt alles hinunter bis an den Gardasee.
58,1 km
↑ 1.955 hm · ↓ 2.436 tm
ø 7,5 % · Fahrtechnik S1
Bilder




MTB Alpencross Dolomiten: Beste Reisezeit
Das optimale Zeitfenster für den MTB Alpencross Dolomiten liegt zwischen Mitte Juli und Ende September. Der höchste Punkt am ersten Tag liegt bei rund 2560 Metern, auch die Dolomitenetappen führen mehrfach über 2000 Meter. In diesen Höhen braucht es meist bis in den Sommer hinein, bis Schneereste verschwunden und die Wege abgetrocknet sind.
Ein früher Termin Anfang Juli bringt grüne Almen und lange Tage, aber in schattigen Nordhängen können noch Schneefelder oder nasse Passagen liegen. Im Hochsommer ist es oben angenehm, am Gardasee dagegen oft drückend heiß, und nachmittags bauen sich in den Dolomiten gern Gewitter auf. Ein später Termin im September gefällt mir besonders: klarere Luft, weniger Betrieb, ein angenehm warmer See. Dafür werden die Tage kürzer, die Morgen in der Höhe kalt, und manche Unterkünfte im Gebirge schließen gegen Saisonende.
Mein Planungstipp: Starte an den großen Anstiegen früh, damit du die hohen Übergänge vor möglichen Nachmittagsgewittern hinter dir hast. Kurz vor der Abreise lohnt sich ein Blick auf aktuelle Schnee- und Wetterbedingungen. Recherchiere Saison- und Öffnungszeiten der Liftanlagen, wenn du sie auf deiner Tour einplanst.
Tipps für deine Ankunft
Torbole liegt am Nordufer des Gardasees, eingerahmt von steilen Felswänden, mit kleinem Hafen und einer Uferpromenade, die hinüber Richtung Riva führt. Der Ort ist seit Jahrzehnten ein Treffpunkt für Surfer und Segler, weil hier regelmäßig kräftige Winde über den See ziehen. Für Mountainbiker ist er ohnehin ein klassisches Ziel.
Der letzte Tag beginnt mit einem langen Anstieg und endet mit einer Abfahrt, die dich über viele Höhenmeter hinunterbringt. Die Hände sind müde, die Beine schwer, der Kopf noch voller Kurven. Genau deshalb passt der Kontrast so gut: Nach einer Woche mit Felsen, Höhe und Konzentration wartet plötzlich flaches Wasser, Wärme und mediterranes Licht.
Mein Tipp: Stell das Rad ab, lass Helm und Rucksack in der Unterkunft und geh direkt ans Ufer. Ein paar Schritte ins Wasser oder eine kurze Runde schwimmen tun nach den langen Abfahrten erstaunlich gut. Danach würde ich ohne Plan an der Promenade entlang schlendern, den Surfern am Nachmittag zuschauen und mich mit einem Eis auf eine Mauer setzen. Mehr Programm braucht es nach diesem MTB Alpencross Dolomiten nicht.
MTB Alpencross Dolomiten: Mein Fazit
Diese Tour richtet sich an erfahrene Mountainbiker, die mehrere harte Tage hintereinander fahren können und auf technischem Gelände nicht nervös werden. Wer seine erste Alpenüberquerung plant oder sich auf S2 noch unsicher fühlt, sollte sich vorher mit leichteren Routen vertraut machen.
Mich überzeugt vor allem der Bogen der Strecke. Du ziehst vom Eisacktal mitten durch die Dolomiten und erreichst über das Trentino den Gardasee, ohne dass sich Landschaften wiederholen. Dazu kommen die langen Abfahrten: Am ersten Tag geht es rund 1700 Höhenmeter am Stück hinunter, am letzten sogar rund 1900 bis an den See. Solche Abfahrten machen die Mühe der Anstiege wett und geben jedem Tag einen klaren Höhepunkt.
Der Haken liegt darin, dass sich die Anforderungen nicht gleichmäßig verteilen. Die größte Höhe erreichst du gleich am ersten Tag, kaum eingefahren und mit einem steilen, langen Anstieg. Die heikelste Fahrtechnik steckt in einem kurzen Stück am zweiten Tag, der konditionell härteste Brocken mit den meisten Höhenmetern ist der dritte, und der längste Tag folgt erst als fünfter. Erholung im eigentlichen Sinn gibt es kaum; auch der technisch ruhigere vierte Tag verlangt fast zweitausend Höhenmeter.
Mein Urteil: eine starke, ehrliche Alpenüberquerung mit viel Dolomitencharakter und einem Ziel, das die Woche wirklich abschließt. Wenn du Kondition für sieben fordernde Tage mitbringst und schwierige Stellen gelassen schiebst, bekommst du eine der abwechslungsreichsten Linien zum Gardasee.







