Mit dem MTB in 6 Tagen quer durch die Dolomiten nach Bozen
Diese MTB-Mehrtagestour liest sich wie eine Highlight-Liste der Dolomiten: Vom Pustertal geht es über Sexten ins italienische Cadore, weiter nach Cortina d’Ampezzo, hinüber nach Canazei im Fassatal und schließlich hinunter nach Bozen. Diese sorgfältig ausgearbeitete 6-tägige Dolomiten bietet alles, was das MTB All-Mountain Herz höher schlagen lässt. Die Landschaften sind atemberaubend und die Etappen bieten abwechslungsreiche Herausforderungen, auch für fahrtechnisch versierte Biker. Von steilen Uphills bis hin zu und technisch anspruchsvollen Trails ist alles dabei. Die Streckenführung bietet dir einige der schönsten Trails und Landschaften der Dolomiten! Diese Mountainbike Tour ist ein gelungener Mix aus einfachen bis anspruchsvollen Trails, sportlichen Anstiegen und atemberaubender Natur.
Alle Informationen zu dieser Tour


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Mit dem e-MTB unterwegs?
eMTB-Variante Bedingt eMTB-geeignet
Die Tour ist nur bedingt mit dem eMTB fahrbar. Abschnittsweise gibt es Schiebe- oder Tragepassagen, die mit dem eMTB nicht optimal sind. Oder entlang der Route befinden sich abschnittsweise wenige bis keine Lademöglichkeiten.
Gleiche Strecke und gleiche Etappen wie der reguläre GPX-Track dieser Tour, zusätzlich mit Lademöglichkeiten entlang der Route.
Etappen-Details
01
Stazione → Bruneck
Langer Aufstieg über zweitausend Meter, danach eine ausgiebige Abfahrt nach Bruneck.
59,1 km
↑ 1.645 hm · ↓ 1.760 tm
ø 5,1 % · Fahrtechnik S1
02
Bruneck → Sexten
Gleich morgens der große Anstieg, dann lange hinab und gemütlich Richtung Sexten.
54,5 km
↑ 1.913 hm · ↓ 1.438 tm
ø 5,7 % · Fahrtechnik S1
03
Sexten → Auronzo
Höchster Punkt der Tour, erste S2-Stellen und der Wechsel ins Cadore.
48,1 km
↑ 1.918 hm · ↓ 2.373 tm
ø 8,2 % · Fahrtechnik S1
04
Auronzo → Cortina d’Ampezzo
Der härteste Klettertag: Drei Anstiege, der steilste ganz am Ende.
50,2 km
↑ 2.227 hm · ↓ 950 tm
ø 6,2 % · Fahrtechnik S2
05
Cortina d’Ampezzo → Canazei
Technische Königsetappe mit S3-Passagen und einer sehr steilen Schlussabfahrt nach Canazei.
41,7 km
↑ 1.783 hm · ↓ 2.485 tm
ø 10,8 % · Fahrtechnik S3
06
Canazei → Bozen
Längster Tag, moderate Anstiege und eine lange Abfahrt hinunter nach Bozen.
64,1 km
↑ 1.707 hm · ↓ 2.885 tm
ø 6,1 % · Fahrtechnik S2
Bilder




Beste Reisezeit
Das optimale Zeitfenster für diese Tour liegt zwischen Ende Juni und Ende September. Der höchste Punkt liegt bei rund 2.550 Metern, und auch an anderen Tagen kratzt du an der Marke von 2.300 Metern. Dort oben braucht der Sommer eine Weile, bis Wege frei und Almen belebt sind. Unten in Bozen dagegen kann es im Hochsommer richtig heiß werden, was du am letzten Tag deutlich spürst.
Fährst du früh, also im Juni oder Anfang Juli, musst du in hohen Lagen mit Altschnee und nassen, rutschigen Passagen rechnen, gerade auf den steilen Stücken der Etappe nach Canazei. Ein später Termin Ende September bringt oft klare Luft und ruhigere Wege, dafür kürzere Tage, kalte Morgen und die Möglichkeit, dass die ersten Hütten schon schließen. Gewitter am Nachmittag sind im Hochsommer in den Dolomiten ein typisches Thema.
Mein Planungstipp: Meide die Tage um Mitte August, wenn in Italien Ferragosto ist und Cortina, Sexten und das Fassatal voll sind, und buche Unterkünfte früh. Starte die langen Anstiege möglichst zeitig am Morgen. Und prüfe kurz vor der Abreise die aktuellen Bedingungen in den Hochlagen. Falls du die reichlich vorhandenen Liftanlagen nutzen möchtest, solltest du die Lift-Saisonzeiten recherchieren – der Trip-Planner kann dir dabei helfen.
Dolomiti Supersummer Card: Liftkarte richtig wählen
Die Liftfahrten dieser Rundtour sind optional. Solltest du meiner Empfehlung folgen und Bergbahnen nutzen, dann ist wahrscheinlich die Dolomiti Supersummer Card im Wahlabo „5 auf 7“ die wirtschaftlichste Lösung: Fünf Lifttage innerhalb eines Sieben-Tage-Fensters, Bike-Transport inklusive. Das Wahlabo gibt Spielraum für einen Ruhetag oder Wetterverschiebung, ohne dass Lifttage verfallen. Die Karte deckt alle auf der Route liegenden Anlagen ab: vom Kronplatz über den Padon bis zum La-Crusc-Doppellift. Der Kauf sollte vorab online erfolgen, nicht erst an der Talstation. In der Hochsaison kann es an einzelnen Liften zu Wartezeiten kommen, besonders am Kronplatz und an der Sella Ronda. Wer die erste Fahrt am Morgen nimmt, hat die Kabine meist noch für sich.
Tipps für deine Ankunft
Bozen ist nach sechs Tagen im Hochgebirge ein echter Szenenwechsel. Die Stadt liegt tief im Talkessel, wo Eisack und Talfer zusammenfinden, umgeben von Weinbergen statt Felswänden. Es ist warm, mediterran angehaucht und lebendig, mit Laubengassen, Obstmarkt und dem Waltherplatz als Mittelpunkt.
Mein erster Programmpunkt wäre ein langsamer Spaziergang entlang der Talferwiesen, der grünen Promenade am Fluss, die sich mitten durch die Stadt zieht. Danach würde ich durch die Lauben schlendern und mir irgendwo auf einem Platz ein kaltes Getränk gönnen. Wer noch Kraft im Kopf hat, besucht das Südtiroler Archäologiemuseum mit dem Mann aus dem Eis. Nach Tagen voller Geröll und Höhenluft passt diese Begegnung mit einem frühen Alpenwanderer erstaunlich gut.
Der Kontrast zum letzten Tourtag ist groß: Du rollst von den Höhen über dem Fassatal auf einer langen Abfahrt fast tausend Höhenmeter hinab und landest plötzlich zwischen Palmen und Stadtverkehr. Meine Empfehlung: Plane keinen Heimweg am selben Abend. Gönn dir eine Nacht in Bozen, damit die Tour nicht an einer Ampel endet, sondern mit einem entspannten Abend in der Altstadt ausklingt.
Mein Fazit
Diese Tour ist für Bikerinnen und Biker gedacht, die schon Alpenerfahrung mitbringen und mehrere Tage mit großen Anstiegen gut wegstecken. Wer seine erste Mehrtagestour plant, findet hier zu viele harte Tage am Stück. Wer dagegen die Dolomiten einmal richtig durchqueren möchte, bekommt eine runde Linie mit klarem Ziel.
Mich überzeugt vor allem der Rhythmus. Fast jeden Tag wartet ein langer Anstieg mit oft mehr als tausend Höhenmetern, gefolgt von einer ebenso ausgiebigen Abfahrt. Das ist hart, aber ehrlich: Du weißt, worauf du dich einlässt, und bekommst jede erarbeitete Höhe als Abfahrt zurück. Dazu kommt der Wechsel der Täler, von Südtirol ins Cadore, über Cortina ins Fassatal und hinunter ins Etschtal. Die Route fühlt sich an wie eine Reise, nicht wie eine Sammlung von Runden.
Der Haken liegt in der ungleichen Verteilung. Die meiste Zeit bewegst du dich technisch im S0- und S1-Bereich, doch auf der Etappe von Cortina nach Canazei kommen S3-Passagen und eine sehr steile Schlussabfahrt dazu. Wer dort nicht sicher fährt, schiebt, und das kostet Zeit an einem Tag, der ohnehin fordert. Der größte Klettertag liegt davor, nach Cortina, der höchste Punkt schon an Tag drei. Höhe, Kondition und Technik fordern dich also an verschiedenen Tagen, nicht in einer netten Steigerung.
Mein Urteil: eine starke, abwechslungsreiche MTB-Dolomitenquerung mit klarer Dramaturgie und einem schönen Ausklang in Bozen. Für trainierte Fahrer mit solidem Grundkönnen eine klare Empfehlung. Ich würde nur die Etappe nach Canazei vorab genau anschauen und ehrlich prüfen, ob die Technik dafür reicht.







